Brittas Hafen Podcast

Britta Mueller

Kurs Karriere bei der Wasserschutzpolizei

Markus Wiegandt, Einstellungsberater und Alexander Wiegleb, stellvertretender Dienstgruppenleiter WSPK4

30.05.2026 35 min

Zusammenfassung & Show Notes

Markus Wiegandt, der Einstellungsberater der Wasserschutzpolizei Hamburg und Alexander Wiegleb, stellvertretender Dienstgruppenleiter des Wasserschutzpolizeikommissariats 4 in Cuxhaven sind in dieser Podcast Folge zu hören.
Ich bin zu Gast auf der BÜRGERMEISTER BRAUER, dem neuen Polizeiboot. Von der Brücke bis in den Maschinenraum gab es eine ausführliche Führung an Bord.
Diese Folge thematisiert nicht nur die neue umweltfreundliche Hybridtechnik der Boote, sondern beleuchtet auch spektakuläre Rettungseinsätze in der Elbmündung. Die vielfältigen Karrierewege für Quereinsteiger und Seefahrer sind das wesentliche Thema. Einstellungsvoraussetzungen, Ausbildungswege, Studiengänge und Verdienstmöglichkeiten bei der Wasserschutzpolizei, alle Details aus erster Hand. Während einer gemeinsamen Fahrt auf der Nordsee erfahren wir wie ein 12-Stunden-Dienst zwischen Cuxhaven und Hamburg wirklich aussieht. Komm mit an Bord! 

Wasserschutzpolizei - Polizei Hamburg
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Dies ist Folge 110 in Brittas Hafen Podcast

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Transkript

Moin und hallo, herzlich willkommen zur neuen Folge in Brittas Hafen Podcast. Wie schön, dass du dabei bist. Ich bin Britta. Thema heute die Wasserschutzpolizei Hamburg, denn dort gibt es drei neue Boote, die mit einem Hybridantrieb ausgestattet sind. Also fahren sie sowohl mit Batterien und Elektromotor und haben einen herkömmlichen Motor. Ich finde es immer spannend, wenn es um neue, umweltfreundlichere Technik geht. Also habe ich bei der Pressestelle nachgefragt, ob ich eine Podcast-Folge über dieses Thema machen könnte. Und bei der Gelegenheit könnten wir auch über das Thema Ausbildung und Karriere sprechen. Eine der ersten Folgen in meinem Podcast habe ich schon vor langer Zeit aufgenommen, im Juli 2021. Es ist die Folge Nummer 11, Thema Wasserschutzpolizei mit Alexander Wiegleb. Also schon wirklich eine Ewigkeit her. Alexander Wiegleb kommt aus dem Voralpenland und liebt die Seefahrt. Die Folge hieß damals Empathie, Diplomatie mit Münchner Charme an Bord. Zurück zur Anfrage. Ich hatte diese per Mail an die Pressestelle geschickt. Mein Telefon klingelt. Hier ist die Polizei. Es meldet sich Markus Wiegandt. Er ist der Einstellungsberater der Wasserschutzpolizei Hamburg. Das Ergebnis unseres Telefonats: Ich bin heute nach Cuxhaven eingeladen. Beim Wasserschutzpolizeikommissariat 4 in Cuxhaven. Das gehört zur Wasserschutzpolizei Hamburg. Im Gepäck habe ich natürlich eine Menge Fragen. Außerdem freue ich mich sehr. Ich werde heute Alexander Wiegleb kennenlernen. Er ist stellvertretender Dienstgruppenleiter Wasserschutzpolizeikommissariat 4 in Cuxhaven und wird meine Fragen übers neue Boot beantworten. Herrn Wiegleb werde ich heute das erste Mal sehen, denn in der Corona-Zeit, als wir den Podcast damals aufgenommen haben, war das nicht möglich und ich habe meinen Podcast damals mit einem reinen Audio-Tool aufgenommen. Ja, aber am allermeisten freue ich mich auf etwas ganz Besonderes. Ich darf heute mitkommen, wenn wir mit dem neuen Boot der BÜRGERMEISTER BRAUER rausfahren auf die Nordsee. Du bist herzlich eingeladen, dabei zu sein. Bilder von meinem Ausflug nach Cuxhaven findest du in den Shownotes als Link oder auf meiner Internetseite brittas-hafen-podcast.de. Den Link zum Instagram-Kanal der Polizei Hamburg Karriere findest du natürlich auch in den Shownotes. Viel Spaß beim Stürmern. Dieser Podcast wird unterstützt von der Fairplay Towage Group. Vielen Dank dafür, Strong Connection. Dir wünsche ich jetzt viel Spaß bei der neuen Folge. Los geht's.
Alexander Wiegleb
00:02:49
Cuxhafen, Elbe Traffic, BÜRGERMEISTER BRAUER
Markus Wiegandt
00:02:51
BÜRGERMEISTER , wird gehört. Moin.
Alexander Wiegleb
00:02:53
Moin. Wir kommen gleich aus dem Vorhafen und fahren dann erst mal elbaufwärts.
Markus Wiegandt
00:02:57
So, alles klar. Wünsch Euch, gute Fährt.
Alexander Wiegleb
00:02:59
Danke, ruhige Wache.
Britta
00:03:06
Nach einem Rundgang durch die Wache sind wir jetzt an Bord der BÜRGERMEISTER BRAUER . Wir sitzen direkt hinter der Brücke in einer Nische mit Tisch und Sitzbank. Bei mir sind Herr Wiegandt, der Einstellungsberater der Wasserschutzpolizei Hamburg und Herr Wiegleb, er ist stellvertretender Dienstgruppenleiter Wasserschutzpolizeikommissariat 4 hier in Cuxhaven. Vielen, vielen Dank an Sie und an all Ihre Kollegen, dass ich heute hier mit der BÜRGERMEISTER BRAUER mitfahren darf.
Alexander Wiegleb
00:03:32
Ja, hallo Frau Müller, herzlich willkommen an Bord. Schön, dass Sie hier sind.
Markus Wiegandt
00:03:36
Ja, hallo Frau Müller.
Britta
00:03:37
Eine Sache interessiert mich ganz besonders. War das denn eigentlich immer Ihr Traumberuf, bei der Wasserschutzpolizei zu arbeiten, Herr Wiegleb?
Alexander Wiegleb
00:03:44
Also was mich angeht, mein Traumberuf war es, zur See zu fahren. Ob sie es glauben oder nicht, man hört es nicht mehr so ganz, aber ich komme gebürtig aus Bayern, aus München, um genau zu sein. Das heißt, ich bin aufgewachsen im Voralpenland, hatte immer viel mit Gebirge zu tun und irgendwann habe ich gesagt, jetzt möchte ich auch mal was anderes sehen. Ich möchte unbedingt ans Wasser, ans Meer. Ich habe mich schon sehr früh für Schiffe und alles, was so schwimmt, interessiert und bin dann nach Ende meiner Schulzeit zur Marine gegangen. Dann habe mich ich dort für zwölf Jahre verpflichtet in der Offizierlaufbahn. Und am Ende meiner Marinezeit stand dann für mich fest, dass ich das sehr gerne weitermachen möchte, dass ich sehr gerne weiter eine Uniform tragen möchte und zur See fahren möchte. Und dann habe ich mich umgehört, welche Möglichkeiten es gibt und bin dann über die Wasserschutzpolizei gestolpert auf einer Informationsmesse in einem Marienstützpunkt und habe dort mit dem damaligen Einstellungsberater, das ist der Vorgänger vom Kollegen Wiegandt, ein Gespräch geführt. Die erste Aussage war eigentlich, ich bin schon ein bisschen zu alt dafür, aber aufgrund meiner Tätigkeiten bei der Bundeswehr, des Patents, was ich mit erfahren habe, konnte eine Ausnahmegenehmigung gestellt werden. Und so konnte ich dann im Jahre 2015 bei der Wasserschutzpolizei anfangen und stelle jetzt im Nachhinein fest, dass es tatsächlich weiterhin mein Traumberuf ist, zur See zu fahren.
Britta
00:04:59
Ja, Herr Wiegleb und ich haben ja schon mal einen Podcast gemacht und zwar einen meiner allerersten. Das ist schon ein paar Jahre her und wir sehen uns aber heute das erste Mal live. Damals online wegen Corona und so weiter. Man durfte sich nicht treffen und deswegen war es heute für mich super spannend, auch mal den Herrn mit dem Münchner Charme zu sehen. So hieß der Podcast damals. Also ich freue mich total, dass ich hier heute an Bord sein darf und mit den beiden Herren hier sprechen darf. Herr Wiegandt, wie war das denn bei Ihnen? Traumberuf?
Markus Wiegandt
00:05:30
Die Seefahrt ja, aber noch nicht unmittelbar gleich die Wasserschutzpolizei. Also da muss ich dem Kollegen Wiegleb halt beipflichten. Das sah genauso auch bei mir so aus. Man hatte immer so das Fernweh gehabt, die Sehnsucht zur See fahren zu wollen und dementsprechend hat man sich eigentlich erstmal so einen Beruf ausgewählt, wo man halt weiter weg und raus kann. Und das war auch bei mir die Deutsche Marine. Und da bin ich in der Tat auch erst gewesen für zehn Jahre insgesamt. Und dann halt ist die Zeit gekommen, wo man sagt, man hat vermeintlich vielleicht alles so gesehen, was man sehen wollte. Und dann möchte man doch in ruhigere Fahrwasser kommen. Und dann habe ich mich halt im Laufe der Zeit, als sich denn das Ganze dem Ende geneigt hatte, auch bei, wie schon angesprochen, bei einem meiner Vorgänger, denn halt habe ich mich beworben, auch auf einer Berufsmesse in Hamburg habe ich den kennengelernt und so bin ich dann halt seinerzeit, 2001 habe ich den Kontakt hergestellt mit der Wasserschutzpolizei und bin dann halt im Oktober 2001, habe ich da angefangen mit dem Studium und bin seitdem bei der Wasserschutzpolizei Hamburg, was wie gesagt bei den Älteren, wie wir beiden das auch sind, nicht immer gleich die unmittelbare Berufswahl gewesen war, sondern letztendlich über Umwegen, wie das auch seinerzeit gefordert war halt. Und zwar bis 2019 mussten sie verpflichtend aus der Seefahrt kommen, einen maritimen Vorberuf mitbringen. Und da gibt es grob gesagt immer nur zwei Varianten. Und das ist einmal die militärische Variante. Die haben wir beide erlebt bei der Deutschen Marine. Und dann gibt es noch die zivile Variante. Und das war halt immanent notwendig. Und das gehört zum Werdegang dazu, dass man immer etwas später eingestiegen ist. Und so sah das bei uns beiden aus. Seit 2019 ist es nicht mehr verpflichtend, aber natürlich ist das willkommen nach wie vor, wenn Sie aus der Seefahrt kommen. Aber Sie können auch ohne maritime Vorkenntnisse zur Hamburger Wasserschutzpolizei kommen.
Britta
00:07:40
Nun bin ich direkt ins Thema eingestiegen, möchte aber doch nochmal starten mit, würden Sie sich einmal vorstellen, Herr Wiegleb, könnten Sie anfangen, bitte?
Alexander Wiegleb
00:07:48
Kurz zu mir, mein Name ist Alexander Wiegleb. Ich bin 45 Jahre alt und arbeite, wie Sie schon so richtig festgestellt haben, bei der Wasserschutzpolizei Hamburg. Allerdings nicht in Hamburg, sondern am Wasserschutzpolizeikommissariat 4 in Cuxhaven. Ich bin hier stellvertretender Dienstgruppenleiter auf einer unserer vier Dienstgruppen und fahre hier regelmäßig, so wie wir es gerade tun mit unserem Boot, Streife in und um Cuxhaven, die Elbe hinauf und die Elbe hinunter.
Britta
00:08:16
Mögen Sie auch ein paar Worte über sich sagen, bitte?
Markus Wiegandt
00:08:18
Mein Name ist Markus Wiegandt. Ich bin ein Mitarbeiter von der Wasserschutzpolizei, aber auch, wie der Kollege Wiegleb es schon sagte, auch nicht tätig im Hamburger Hafen, sondern ich bin für die Wasserschutzpolizei bei der Einstellungsstelle tätig, die halt jenseits des Hafens in Alsterdorf in Hamburg ansässig ist. Und dort bin ich halt für die Nachwuchsrekrutierung für unsere Wasserschutzpolizei zuständig. Und das Ganze nennt sich Akademie der Polizei Hamburg, die Einstellungsstelle. Und das ist meine Dienststelle, von der ich komme. Und für die bin ich tätig und stelle, wie gesagt, den Nachwuchs für die Hamburger Wasserschutzpolizei ein.
Britta
00:08:59
Sagen Sie, gibt es denn jetzt eigentlich einen Einsatz, wo Sie hinterher gesagt haben, ja, genau deshalb bin ich Wasserschutzpolizist geworden?
Alexander Wiegleb
00:09:06
An diesen Einsatz kann ich mich noch sehr gut erinnern. Das war nämlich relativ kurz, nachdem ich an diese Dienststelle gekommen bin. Ich bin im Februar 2020 nach Cuxhaven gekommen und ungefähr acht Monate später muss es gewesen sein, irgendwann im Herbst 2020, ist hier direkt vor Cuxhaven in der Elbmündung eine Segeljacht gegen eine Fahrwassertonne gestoßen und gesunken, mitten in der Nacht. Und wir waren mit unserem Boot in unmittelbarer Nähe dieser Gefahrenstelle, sind auch sofort hingefahren. Das war die Segel-Y acht Sharky, die dort untergegangen ist, mit sechs Personen an Bord. Das ging auch sehr schnell. Wir haben den Mayday-Funkspruch gehört über Funk. Haben uns sofort auf den Weg gemacht und als wir ankamen, war die Yacht schon gesunken und die sechs Personen, die an Bord waren, befanden sich bereits in der Rettungsinsel. Kurze Zeit später war auch die DGZRS vor Ort, hat sich dann um die Personen gekümmert, hat die rausgeholt. Wir sind dann nach Cuxhaven reingefahren, haben diese Menschen von der DGZRS abgeholt, haben die zu uns an die Wache gebracht. Die waren völlig durchnässt, hatten nur noch ein paar Habseligkeiten dabei und waren natürlich auch emotional entsprechend aufgewühlt darüber, dass sie gerade den Untergang ihrer Yacht miterleben mussten. Und wir haben die dann erstmal mit heißen Getränken versorgt, haben ihnen in unseren Zimmern, die sie ja gesehen haben an der Wache, einen Übernachtungsplatz zur Verfügung gestellt. Haben sie natürlich auch ein bisschen zum Unfallhergang befragt, das ließ sich nicht vermeiden. Aber es war einfach schön zu sehen, dass man diesen Menschen auch emotionale Unterstützung, aber indem man ihnen einfach was zu trinken gegeben hat, frische Klamotten und einen Ort zum Übernachten, dass man ihnen dadurch schon die Angst und die Sorge nehmen konnte, wie es jetzt mit ihnen weitergeht. Und das war so nicht der erste, nicht der einzige Moment für mich, aber ein ganz besonderer Moment, wo mir wieder mal klar war, deshalb bin ich Polizist geworden, um Menschen zu helfen, um Menschen zu unterstützen. Und in diesem Fall speziell Wasserschutzpolizist, um Menschen zu helfen, die auf dem Wasser in irgendeine Situation geraten, in der sie auf Unterstützung und Hilfe angewiesen sind.
Britta
00:10:59
Und bei Ihnen? Gibt es da auch so ein Ereignis?
Markus Wiegandt
00:11:02
Also sicherlich nicht so spektakulär, wie das wirklich in lebensbedrohlicher Form stattgefunden hat, hier wie bei dem Kollegen Wiegleb. Ich hatte zuvor, bevor ich hier an der Einstellungsstelle meine Dienst versehen habe, an der sogenannten Außenstelle Alster gearbeitet. Das ist halt eine Außenstelle von dem WSPK2 vom Kernhafengebiet und diese Dienststelle beinhaltet alle Wasserflächen nördlich der Speicherstadt, die schiffbar sind. Und da gibt es halt eine ganz andere Schifffahrt, also das ist eher so die Freizeitschifffahrt und wenig gewerbliche Schifffahrt, aber alles halt im sehr binnenländischen Bereich, sag ich mal so, und dort war das stets so, dass dort Teilweise Lebensrettungsmaßnahmen durchgeführt werden mussten, aber nicht in dieser spektakulären Form, weil dort gibt es auch das besagte Segeln halt und dort kam es auch häufiger vor, dass Segelboote gekentert sind. Das ist nicht großartig bedrohlich, aber wenn das dann halt so ein bisschen gen Herbst geht und gen Abendzeit Und die Besatzungsmitglieder oder letztendlich der eine oder die eine Seglerin irgendwann doch recht entkräftigt ist, um das Boot wieder aufzurichten, was auch immer geübt wird. Aber wenn das so nicht vonstatten gehen kann, dann hatten wir auch immer stets darauf geachtet, ob wir da unterstützen konnten. Und das wurde häufig durchgeführt. Und das war natürlich Situation, wo man auch viel Dankbarkeit erfahren hat. Nach diesem doch recht langen Kampf, wo dann gesehen wurde von uns, nein, also dieses routinierte Aufstellen eines gekennten Segelbootes kann nicht mehr bewerkstelligt werden. Und dann sind wir da halt schnell hingefahren, haben interveniert und denen dann geholfen. Und da war das, ich sag mal, in einer anderen Relation. Es war nicht großartig lebensbedrohlich, aber wahrscheinlich genau dieselbe Gedankbarkeit, wie das halt bei einem Kollegen Wiegleb halt da so widerfahren war.
Britta
00:13:05
Ja, und die Winde auf der Alster davon halt auch nicht unterschätzen. Wo die plötzlich um die Ecke kommen, das kann einen als Segler schon ganz schön überraschen.
Markus Wiegandt
00:13:13
Ganz genau. Und das, wie gesagt, passiert da durchaus häufiger. Und dann muss man halt nicht frühzeitig, weil die das alleine bewerkstelligen können, aber später muss man dann auch da eingreifen für eine Unterstützungsmaßnahme.
Britta
00:13:28
Bevor wir jetzt über Ausbildungsmöglichkeiten und Studienmöglichkeiten sprechen, müssen wir vielleicht erst nochmal erklären, wir fahren ja jetzt hier ab Cuxhaven mit dem Polizeiboot. Möchte einer von Ihnen vielleicht erklären, was ist das mit dem Cuxhavener Gebiet und der Hamburger Wasserschutzpolizei?
Alexander Wiegleb
00:13:45
Ja, sehr gerne. Also ich sage immer so ein bisschen augenzwinkernd, das Stadtgebiet von Hamburg macht eigentlich nur einen relativ kleinen Teil unseres Einsatzgebietes aus. Und zwar, wie ich bereits erwähnte, gehört dazu die komplette Wasserfläche der Elbe bis hinaus in die Elbmündung, bis hinaus zur Elbeansteuerungstonne, zur Außenelbe-Reede. Und auch noch ein Stückchen die Elbe aufwärts, also noch oberhalb von Hamburg, wenn man einmal von der Elbmündung kommt, durch Hamburg fährt und dann weiter bis Geesthacht. Das gehört auch noch alles zum Reviergebiet der Wasserschutzpolizei. Und tatsächlich ist es so, dass wir an manchen Tagen auch die sogenannte Nordsee-Rahmenpräsenz haben, in der wir auch für das Wassergebiet an den Küsten von Schleswig-Holstein zuständig sind, bis hinauf nach Sylt. Also es ist eine sehr große Wasserfläche, die von uns überwacht werden muss.
Britta
00:14:34
Wenn Sie jetzt hier mit dem Polizeiboot auf und ab fahren auf der Nordsee, wie viele Kilometer fahren Sie dann so an einem Tag?
Alexander Wiegleb
00:14:42
Das hängt natürlich vom Einsatzgeschehen ab. Wenn wir jetzt über einen unspektakulären Tag sprechen, an dem nicht so viel los ist. Je nachdem, wann wir aufbrechen, wie lange wir fahren, wie viele Stunden wir unterwegs sind, können das schon mal so um die 25 bis 30 Seemeilen sein.
Britta
00:14:59
Dann sind wir natürlich auch schon bei Ihrem Arbeitstag. Wenn Sie sagen 25 bis 30 Seemeilen, Ihr Arbeitstag geht zwölf Stunden.
Alexander Wiegleb
00:15:06
Richtig, wir arbeiten in zwölf-Stunden-Schichten, Tagschichten und Nachtschichten. Eine Tagschicht geht immer von 6.30 Uhr bis 18.30 Uhr und die Nachtschicht dann entsprechend andersrum von 18.30 Uhr.
Britta
00:15:16
Und hier auf der BÜRGERMEISTER BRAUER fahren Sie mit wie vielen Personen?
Alexander Wiegleb
00:15:19
Die Mindestbesatzungsstelle, also das absolute Minimum, was wir hier haben müssen, an Bord sind vier Besatzungsmitglieder, vier Beamte. Damit sind wir aber eigentlich schon unterbesetzt. Fünf Beamte sind das, was wir für wünschenswert halten, weil wir ja ein Tochterboot an Bord haben, das wir aussetzen können. Und dieses sollte im Idealfall mit drei Besatzungsmitgliedern besetzt sein, damit im Zweifelsfall, wenn irgendwelche Kontrollen stattfinden,müssen zwei von diesen übersteigen können und der dritte an Bord bleibt, um das Tochterboot zu fahren. Und dann brauchen wir natürlich die anderen beiden, die noch überbleiben, hier an Bord vom großen Boot. Einer, der das Boot fährt und der andere, der das Tochterboot aussetzt und dann wieder einholt.
Britta
00:15:56
Über das Boot sprechen wir gleich nochmal, denn da gibt es ganz, ganz viele interessante Details. Ich durfte mir hier den Maschinenraum angucken. Von oben bis unten die gesamte BÜRGERMEISTER BRAURER. Ich bin total begeistert. Jetzt geht es aber nochmal dazu, wie wird man denn eigentlich Wasserschutzpolizistin oder Wasserschutzpolizist. Ich habe gehört, da gibt es eine Ausbildung, aber es gibt auch ein Studium, Mögen Sie das mal bitte ein bisschen erklären und was sind denn die Eingangsvoraussetzungen, wenn ich jetzt ein junger Mensch bin und möchte zur Polizei kommen?
Markus Wiegandt
00:16:25
Ja, das sieht folgendermaßen so aus. Wir bieten halt in Hamburg den direkten Einstieg bei der Wasserschutzpolizei an, was nicht unbedingt üblich ist in den anderen Wasserschutzpolizeien, die wir so in Deutschland haben. Aber hier in Hamburg kann man direkt dort anfangen und sich mit diesem Laufbahnzweigwunsch bei der Wasserschutzpolizei bewerben. Seit 2019 sind keine maritimen Voraussetzungen mehr vonnöten. Es muss lediglich nur der Wunsch vorhanden sein und der Wille zur Wasserschutzpolizei zu wollen. Und dann muss man das halt äußern im Rahmen des Bewerbungsverfahrens, dass man diesen Laufbahnzweig wünscht, so ankreuzt an entsprechender Stelle. Wie gesagt, vor 2019 mussten sie aus der maritimen Branche kommen. Sie sollten zur See gefahren sein, entweder zivil oder militärisch. Und das war so der Einstieg, wo da jeder so seine kürzere oder längere Seefahrzeit hatte. Und dann den Weg zur Wasserschutzpolizei zu gehen, wie das, wie gesagt, bei uns beiden auch so passiert ist. Aber seitdem wir das umgestellt haben seit 2019, ist es nicht mehr vonnöten, auch ganz klar dem Umstand geschuldet, dass wir unsere Einstiegszahlen auch gar nicht mehr so erfüllen konnten durch diese relativ hohen Voraussetzungen. In Hamburg gibt es den sogenannten Laufbahnabschnitt 1, den mittleren Dienst. Es gibt den Laufbahnabschnitt 2, den gehobenen Dienst. Auf diese beiden Laufbahnabschnitte kann man sich auch auf die Wasserschutzpolizei bewerben. Und diese beiden Laufbahnabschnitte, die schreiben wir jedes Jahr zu zwei Terminen aus. Das ist stets jedes Jahr für den mittleren Dienst, also für die sogenannte Ausbildung, immer der Februar und immer der August. Und darüber hinaus gibt es noch den Laufbahnabschnitt 2, das Studium, der gehobene Dienst. Und das schreiben wir jedes Jahr für den April und für den Oktober aus.
Britta
00:18:32
Wann muss man sich denn dann spätestens bewerben?
Markus Wiegandt
00:18:35
Jetzt aktuell und das seit einer Woche. Etwa, nee, exakt seit einer Woche, seit Montag letzter Woche, kann man sich jetzt bewerben auf den mittleren Dienst und auf den gehobenen Dienst. Und das wäre dann halt der Ausbildungsbeginn August nächstes Jahr 27 oder halt im gehobenen Dienst der Studienstart Oktober 27.
Britta
00:19:00
Also circa ein Jahr vorher bewerben. Schreibt man dann per Mail oder geht das über Ihre Internetseite?
Markus Wiegandt
00:19:05
Über unsere Internetseite bewerben und zwar, indem man, wie gesagt, dann von vornherein den Laufbahnzweig Wunsch dann so äußert, dass es zur Wasserschutzpolizei gehen soll, ohne jeweils diese maritimen Voraussetzungen zu erfüllen. Wie gesagt, lediglich nur der Wunsch muss vorhanden sein. Und dahingehend bin ich halt auch dafür da, dass man während des Bewerbungsverfahrens oder auch zuvor, ich beratend zur Seite, stehe, um halt die Interessierten zu unterstützen, ob das denn auch der richtige Berufswunsch ist und begleite die dahingehend im Rahmen des Bewerbungsverfahrens auch, wenn es darum geht, auch ein Praktikum zu machen bei der Wasserschutzpolizei. Das vermittle ich dann auch im Hafen, um dann halt das Ganze noch zu bekräftigen, dass man da hin möchte. Oder vielleicht auch im Einzelfall, dass wenn man mal in den Hafen geschaut hatte, im Praktikum und dann gesagt wird, nein, da könnte ich mir nicht meine Zukunft darunter vorstellen, dass man letztendlich dann sagt, nein, ich würde einen anderen Laufbahnzweig wählen wollen oder vielleicht gar nicht zur Polizei wollen. Aber das ist so mir prinzipiell gar nicht bekannt. Eigentlich immer ist es so, dass das dann nach diesem Praktikum, was denn halt optional stattfindet, wo dann gesagt wird, ja, also ich mache das jetzt erst recht, genau das ist der richtige Beruf für mich und da habe ich mich richtig entschieden, bei... Meinem Wunsch, dorthin gehen zu wollen.
Britta
00:20:36
Ja, das kann ich mir natürlich sehr gut vorstellen. Aber es ist natürlich trotzdem schön, wenn man es nochmal abgesichert hat über ein Praktikum, dass man da auf der sicheren Seite ist. Den Link zur Bewerberseite, genauso wie die Kontaktdaten zu Herrn Wiegand, findest du natürlich in den Show Notes. Wie geht es dann weiter und wie viele Leute werden denn überhaupt Wasserschutzpolizisten?
Markus Wiegandt
00:20:59
Den Wunsch zur Wasserschutzpolizei zu wollen und letztendlich auch, nachdem das Bewerbungsverfahren dann bestanden wurde, da werden dann pro Einstellung immer so sechs bis durchschnittlich zwölf Beamte oder Beamtinnen eingestellt. Das Ganze findet dann im Rahmen zusammen mit der Schutzpolizei statt, indem man an unserer Akademie die zweieinhalbjährige Ausbildung durchläuft oder wie gesagt das Studium, was bei uns drei Jahre dauert und das erfolgt gemeinsam zusammen mit der Schutzpolizei. Anschließend geht es dann halt für diese Studiengruppe oder für diese Lehrgruppe geht es dann nicht mehr gemeinsam weiter, sondern die Schutzpolizisten werden dann verteilt an die jeweiligen Wachen oder an die Bereitschaftspolizei oder vielleicht auch mal ganz selten schon in speziellere Verwendungen. Aber bei der Wasserschutzpolizei ist es so, dass es stets nach der gemeinsamen Ausbildung oder nach dem gemeinsamen Studium mit der Schutzpolizei dann immer verpflichtend zu dem sogenannten WSP1 geht. Das ist der Fortbildungs- und Einsatzzug der Wasserschutzpolizei Hamburg. Dort wird ein 16-monatiges Programm durchlaufen, Was unterschiedlich kurze und lange Ausbildungsabschnitte beinhaltet und zusätzlich auch noch reguläre Echteinsätze, Unterstützungseinsätze. Sie helfen an den Wachen aus, hier in Hamburg oder auch in Cuxhaven oder führen eigenverantwortlich Schwerpunkteinsätze im Hafen durch oder generelle Einsätze so für die allgemeine Polizei in ganz Hamburg. Sie stellen die Landesreserve, unterstützen am Wochenende auch die Davidwache bei der Durchsetzung der Messerverbotszone oder der Glasflaschenverbotszone auf dem sogenannten Kiez, den man ja kennt. Auch das sind reguläre Einsätze, die stets von dem Einsatzzug der Wasserschutzpolizei durchgeführt werden und das beinhaltet dann, Im Großen und Ganzen in diesen 16 Monaten die Aufgaben, die es dort zur bewerkstelligen gilt. Danach würde man dann an eine der zwei Hamburger Wachen kommen , also an das WSPK 2 auf Steinwerder oder vielleicht WSPK 3 auf Harburg, würde man dann eingesetzt werden. Oder wenn man das auch möchte, dann können wir an die Küste kommen. Und zwar, das ist ja auch unser Thema hier, an das WSPK 4 nach Cuxhaven und an eine neue große Dienststelle, die wir mittlerweile haben. Und zwar das WSP 62.
Britta
00:23:45
Oh, spannend. Habe ich noch nie gehört. WSP 62. Was machen die?
Markus Wiegandt
00:23:48
Das ist die Dienststelle, an der alle grenzpolizeilichen Angelegenheiten rund um den Hafen durchgeführt werden. Das ist eine Aufgabe, die wir von der Bundespolizei schon seit geraumer Zeit übernommen haben. Und das ist auch eine Erstverwendungsdienststelle, wo die frischen Beamten, die dann voll ausgebildet nach diesen 16 Monaten aus dem Einsatzzug kommen, auch landen könnten. Und darüber hinaus gibt es allerdings noch andere Fachdienststellen, die aber eine Spezialverwendung darstellen, wo man später erst hinkommen könnte. Das wäre so im Groben und im Schnelldurchlauf der Weg, wie man halt zur und in die Wasserschutzpolizei kommt.
Alexander Wiegleb
00:24:27
Was mir noch so einfallen würde, es gibt durchaus die Möglichkeit, wenn man sich speziell für die Dienststelle Cuxhaven interessiert, ich muss ja ein bisschen Werbung auch noch für meine Dienststelle machen, und hier aus der Gegend kommt, ist es mittlerweile auch so, dass man die Praktikumsabschnitte während der Ausbildung oder des Studiums auch hier in Cuxhaven absolvieren kann und dann auch direkt nach Ende des Studiums oder der Ausbildung hierher kommen kann und große Teile der modularen Ausbildung, die der Kollege Wiegandt beschrieben hat, auch hier in Cuxhaven durchlegen kann. Das heißt, nicht unbedingt mehr nötig oder erforderlich, dass man jetzt auch seinen Lebensmittelpunkt auf den Raum Hamburg und Umgebung konzentriert, falls man es in Erwägung zieht, auch hier arbeiten zu wollen.
Britta
00:25:08
Und wie schön Cuxhaven und Umgebung ist, das sehen wir ja hier aus dem Fenster. Einfach großartig, gerade an der Kugelbake vorbeigefahren. Und jetzt die Küste hier entlang. Wunderschönes Revier.
Alexander Wiegleb
00:25:20
Wir arbeiten da, wo andere Urlaub machen.
Britta
00:25:22
Jetzt habe ich noch eine Frage zum Praktikum. Sie haben gesagt, man kann auch ein Praktikum bei der Wasserschutzpolizei machen. Ist das ein Schülerpraktikum oder ist das ein Praktikum nach der Schule? Oder wie gestaltet sich das genau?
Markus Wiegandt
00:25:32
Sowohl als auch. Also mittlerweile, wie gesagt, dürfen sich auch sehr junge Leute bei uns bewerben, weil ja der maritime Hintergrund nicht mehr vorhanden sein muss. Dementsprechend kann man sich pünktlich nach dem Realschulabschluss oder pünktlich nach dem Abitur, kann man dann bei der Wasserschutzpolizei Hamburg anfangen. Und zuvor muss man sich ja mit einem zeitlichen Vorlauf von mehr als einem Jahr, muss man sich schon bewerben, sodass man auch im Zuge dessen ja auch das Praktikum machen kann. Und mittlerweile halt auch als Schüler, sodass man so als 14- oder 15-Jähriger, Jährige bei der Wasserschutzpolizei vermittelt über mich, dort ein Praktikum machen kann, darf, aber nicht soll unbedingt. Aber auch Lebensältere können bei uns das Praktikum machen, wenn die, wie gesagt, aus der Seefahrt kommen und man sich umorientieren möchte, dann steht das denen auch zur Verfügung, aber auch immer mit einem großen zeitlichen Vorlauf und aktuell gibt es auch nur Praktikumsplätze, die Für ab 2027 erst wieder zur Verfügung stehen. Da muss man sich in der Tat doch zeitig vorher drauf bewerben. Das ist beliebt und teilweise auch überrannt. Aber die Möglichkeit besteht und das würde dann über mich vermittelt werden.
Alexander Wiegleb
00:27:03
Wir haben hier an unserer Dienststelle tatsächlich auch gerade in der Ferienzeit, laufend Schülerpraktikanten, die dann immer so in der Regel für eine Woche hier sind, die dann von uns mit an die Hand genommen werden. Die dürfen dann hier mit Boot fahren, dürfen mit auf die Schiffe im Hafen gehen, Kontrollen machen, dürfen auch mal Schlauchboot fahren, dürfen sich mal die technische Wartung angucken. All diese Dinge kann man hier machen im Rahmen des Praktikums.
Britta
00:27:23
Ja, jetzt nochmal eine etwas indiskrete Frage. Ich weiß gar nicht, ob ich die stellen darf. Wie viel verdient man denn während der Ausbildung oder auch nach der Ausbildung ungefähr?
Markus Wiegandt
00:27:34
Also das darf man stellen und das ist bestimmt auch keine indiskrete Frage für Beamte. Genau, für Beamte ist das immer sehr offensichtlich und letztendlich können sie das auch alles selber interpretieren anhand unseres Alters und unserer Schulterklappen, aber das können sie alles auch im Internet nachlesen oder auf unserer Seite. Und wenn man dann anfangen würde, ohne diese alte, relativ hohe Voraussetzung eines nautischen oder eines technischen Patentes, sondern letztendlich ohne speziellere Voraussetzungen, dann würde man genauso viel verdienen wie auch ein Schutzpolizist oder Polizistin. Und das würde halt im mittleren Dienst so aussehen, dass man langsam anwachsend vom ersten Ausbildungsjahr bis zum Ende hin der Ausbildung würde man circa 1450 bis 1570 netto verdienen. Wenn man dann fertig ist nach zweieinhalb Jahren, würde man ernannt werden zum Polizeimeister oder zur Polizeimeisterin. Das ist die Besoldungsstufe A7 und dort würde man Mindestens circa 2.630 Euro netto verdienen. Darüber hinaus gibt es allerdings auch die Variante, wie gesagt, dass man mit einem sogenannten Patent bei uns anfängt. Und das wird gleich honoriert, indem man wesentlich mehr verdient. Und das würden dann halt im Rahmen der Ausbildungszeit von 2.240 Euro netto anwachsen bis auf 2.370 Euro netto. Und danach würde man dann wiederum genau dasselbige verdienen, wie auch ohne Patent nach der Ausbildung. Darüber hinaus haben wir natürlich auch das Studium auch und da würde man auch mehr verdienen und das wären dann ca. 1.500 bis 1.640 Euro netto ohne Patent. Danach, nach dem Studium, würde man Kommissar oder Kommissarin werden und das beinhaltet dann, dass man ca. 2.900 Euro netto verdient und wenn man im gehobenen Dienst, und das wäre dann eigentlich der Regelfall auch, dass wenn man halt Nautik oder ein Technik, ein Schiffstechnik-Patent hat, da würde man auch in der Regel dann im gehobenen Dienst anfangen. Und da ist dann auch mehr eine höhere Studienvergütung und das wären 2300 bis 2440 netto während des Studiums in den ersten drei Jahren. Und danach würde man halt nicht Kommissar oder Kommissarin werden, sondern da wäre das auch nochmal honoriert, indem man einen Dienstgrad darüber bekommt. Das wäre dann A10, Polizeioberkommissar oder Oberkommissarin mit dann mindestens so circa 3100 Euro netto.
Alexander Wiegleb
00:30:30
Das erhöht sich dann eben entsprechend durch die sogenannten Erfahrungsstufen, wenn man älter wird und durch entsprechende Schichtzulagen für Nachtschichten zum Beispiel oder Schichten am Wochenende oder an Feiertagen, denn wir sind ja hier 24 Stunden, 7 sind wir ja nicht im Dienst, aber erreichbar. Das heißt, es werden durchgehend Schichten gegangen. Das heißt, es sind natürlich viele Nachtschichten dabei, viele Schichten an Wochenenden und Feiertagen, die dann mit entsprechenden Zuschlägen dann auch nochmal honoriert werden.
Britta
00:30:57
Vielen Dank für den Überblick. Aber das ist schon ganz schön herausfordernd, diese Schichtdienstgeschichte. Oder gewöhnt man sich im Laufe der Zeit ganz gut daran?
Alexander Wiegleb
00:31:05
Ja, man gewöhnt sich daran. Man gewöhnt sich daran durchaus. Es ist natürlich allseits bekannt, dass Schichtdienst für den Biorhythmus nicht unbedingt gesundheitsfördernd ist. Aber das ist halt auch eine der Tatsachen, mit denen man sich in unserem Beruf auseinandersetzen muss. Denn wir sagen immer so schön, das Verbrechen schläft nie. Das heißt, wir dürfen eigentlich auch nie schlafen. Also wir schon, aber es sollte zumindest immer jemand erreichbar und vor Ort und im Dienst sein. Deshalb ergibt sich dieses Schichtsystem daraus. Aber wenn man jetzt ein bisschen rechnen kann, dann wird man feststellen, dass man dann in diesen acht Tagen tatsächlich 48 Stunden arbeitet, vier Dienste zu je zwölf Stunden. Das heißt, man baut natürlich auch einen gewissen Satz an Überstunden auf, der dann auch entsprechend durch Freidienste auch wieder ausgeglichen werden kann. Und Urlaub gibt es natürlich.
Britta
00:31:53
Jetzt haben wir ja ganz viel über die Ausbildung und Karrieremöglichkeiten gesprochen und Sie haben sehr viel erklärt. Herr Wiegandt, kann man Sie eigentlich einfach so anrufen, wenn man da noch eine Frage hat?
Markus Wiegandt
00:32:03
Natürlich, also so ist das ja auch angedacht. Auf unserer Internetseite können Sie da jederzeit nachschauen, wie die Kontaktdaten sind. Ansonsten können Sie mich zu normalen Geschäftszeiten jederzeit anrufen und das wäre grundsätzlich 040 und dann die 4286 und 24075. Das wäre jetzt genau meine Durchwahl. Wie gesagt, Markus Wiegandt, ich bin der Einstellungsberater, der Kontaktmann halt, um den Weg in die Wasserschutzpolizei Hamburg zu finden. Und wenn man gerne in Hamburg Polizist werden möchte und erst recht auf dem Wasser, wo letztendlich auch Hamburg am authentischsten ist, und zwar am Hamburger Hafen oder vielleicht auch an der Küste, die auch zu uns dazu gehört, dann ist das natürlich eine wunderbare Variante, um Polizist in Hamburg werden zu können. Und ja, da lade ich alle zu ein, die diesen Weg gehen wollen, sich bei der Hamburger Wasserschutzpolizei zu bewerben. Und das ganz gerne auch über mich und kontaktiert mich gerne. Seid herzlich willkommen bei der Hamburger Wasserschutzpolizei.
Britta
00:33:13
Herr Wiegandt, vielen, vielen Dank für dieses Podcastgespräch und alle Infos über die Ausbildung und die Karrieremöglichkeiten bei der Wasserschutzpolizei. Wer jetzt so schnell keinen Schreiber zur Hand hatte und sich die Zahlen nicht auswendig merken möchte, alle Daten stehen natürlich auch in den Shownotes inklusive Link zur Internetseite mit allen Voraussetzungen, die man mitbringen müsste, wenn man gerne bei der Wasserschutzpolizei anfangen möchte. Herr Wiegleb, vielen, vielen Dank für Ihre Zeit und das tolle Gespräch hier an Bord der BÜRGERMEISTER BRAUER. Aber über das Boot haben wir jetzt ja noch gar nicht gesprochen. Deswegen meine Frage, würden Sie für eine zweite Folge zur Verfügung stehen? Haben Sie noch so viel Zeit heute?
Alexander Wiegleb
00:33:51
Lassen Sie mich mal kurz überlegen. Da muss ich nicht lange überlegen. Selbstverständlich, sehr gern.
Britta
00:33:55
Oh, wunderbar. Dann nehmen wir ja noch die zweite Folge auf. Und ich freue mich, dass ich dann ganz viel über die BÜRGERMEISTER BRAUER lernen kann. Vielen, vielen Dank an Sie. Ich bedanke mich. Wie schön, dass du immer noch dabei bist. Ich bin heute in Cuxhaven an Bord der BÜRGERMEISTER BRAUER dem neuen Polizeiboot der Wasserschutzpolizei Hamburg. Gehört hast du Alexander Wiegleb, den stellvertretenden DienstgruppenleiterWasserschutzpolizeik ommissariat 4 in Cuxhaven und Markus Wiegandt, den Einstellungsberater der Wasserschutzpolizei Hamburg. Zum Schluss hörst du heute nochmal das Typhon der BÜRGERMEISTER BRAUER. Ich wünsche dir einen superschönen Tag und freue mich, wenn du bei der nächsten Folge wieder mit an Bord bist, auf der BÜRGERMEISTER BRAUER in Cuxhaven. Bis dahin. Tschüss.

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