Brittas Hafen Podcast

Britta Mueller

DER HAFEN HILFT! e.V.

Anja van Eijsden und Kim van Eijsden von DER HAFEN HILFT! e.V.

20.03.2026 35 min

Zusammenfassung & Show Notes

Anja von Eijsden und Kim von Eijsden von DER HAFEN HILFT! e.V. sind im Rahmen des Podcasthon in der heutigen Folge zu hören. 
Was passiert eigentlich mit den hunderten Matratzen, Sesseln und Tischdecken, wenn ein Kreuzfahrtschiff im Dock modernisiert wird? 
Es geht um Logistik mit Herz und darum Möbel nachhaltig einem guten Zweck zuzuführen. Die Gründerin und ehemalige Schiffsingenieurin Anja van Eijsden erklärt gemeinsam mit Kim van Eijsden, wie aus einer simplen Beobachtung bei Blohm+Voss eine unverzichtbare Brücke zwischen Überfluss und Bedarf wurde. Auf über 2.300 Quadratmetern betreibt der Verein im Hamburger Westen ein „Zentrum für Soziallogistik“. Hier werden Sachspenden von Reedereien, Firmen und Privatpersonen gesammelt, digital erfasst und an soziale Einrichtungen vermittelt, von der Jugendeinrichtung, bis zur Obdachlosenhilfe oder zur direkten Hilfe in Krisengebieten.
Nachhaltigkeit, die ankommt. Ein ganz wichtiger Teil sind „Kleinanzeigen für den guten Zweck“. Wir sprechen darüber, wie das eigens entwickelte Warensystem Spender und Empfänger effizient vernetzt. Ein ganz besonderes Projekt ist „Nadel und Hafen“.  Hier werden aus tausenden alten AIDA-Tischdecken handgenähte „Trostspender“ für Kinder in Krisengebieten wie Afghanistan oder Syrien genäht. 
Dieser Verein lebt das Modell „Modernes Ehrenamt“.  Die über 150 Freiwilligen (die „Crew“) sind das Rückgrat des Vereins. Auch mit wenig Zeit kann man sich engagieren und das genau nach dem eigenen Zeitplan. Wenn man keine Zeit hat, den Verein aber unterstützen möchten, auch finanzielle Unterstützung ist herzlich willkommen. Kosten für Lagerung, Benzin, etc. müssen bezahlt werden. 
Um auch junge Menschen über die Nachhaltigkeit zu schulen, gibt es das Projekt Schulen an Bord, Durch eine digitale Schnitzeljagd im Spendenlager lernen Kinder, was Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung im Alltag bedeuten. 

Vom 14.-20. März werden Tausende von Podcasts veröffentlicht die eine Wohltätigkeitsorganisation ihrer Wahl hervorheben. Das Hauptziel von Podcasthon ist es, das Bewusstsein für Wohltätigkeitsorganisationen zu schärfen! Kurz zusammengefasst, die Idee kam 2023 aus Frankreich, damals waren es 300 Podcasts. 2026 ist das vierte Jahr des Podcasthon, es sind Podcaster dabei die in 4 Sprachen veröffentlichen: Französich, English, spanisch und Deutsch und heute sind es über 2700 Podcasts die daran teilnehmen. Das besondere beim Podcast im Gegensatz zu einem einmaligen Charity Event ist: der Podcast bleibt, er kann immer wieder und für eine lange Zeit gehört werden. Und wir können in Ruhe über die Details und Herausforderungen der Organisation sprechen.
Ich bin glücklich und berührt: über 2700 Organisationen die diese Welt ein bisschen besser machen und über 2700 Podcaster die daran mitwirken, dass diese Organisationen mehr Öffentlichkeit bekommen. 

Das ist Folge 104 in Brittas Hafen Podcast

LINKS:
DER HAFEN HILFT! e.V.
Fotos von meinem Besuch bei DER HAFEN HILFT!
Podcast Interviewhelden von Moderator Markus Tirok - Minifolge über den Podcasthon


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Transkript

Die teilweise bis ins Erdbebengebiet in Syrien oder die kleinen Trostspender, die nehmen zwei Ärzte mit, die in Afghanistan, wohlgemerkt und Indien, aber jetzt gerade sehr aktiv in Afghanistan, Gaumen- und Lippenspalten operieren. Und dann werden die Kinder, wenn sie aus der Narkose wach werden, haben sie so einen kleinen bunten Büddel für ihre Arztpapiere und Medikamente und da drin steckt eins der genähten Stofftiere. Moin und hallo, du hörst Brittas Hafen Podcast. Heute im Rahmen des Podcasthon, zu Gast im Spendenlager bei der Hafen hilft. Podcasthon ist eine Veranstaltung, bei der in dieser Woche über 2700 Podcasts gemeinnützige Vereine vorstellen. In diesem Podcast sind Anja van Eijsten, Gründerin und Ideengeberin von der Hafen hilft am Mikrofon und ihre Schwester Kim vab Eijsten, die seit 2024 an Bord ist. Was das mit dem Podcasthon bedeutet, erkläre ich etwas später. Nachdem ich schon einen ersten Blick in das Spendenlager in der Schnackenburg- Allee werfen konnte, freue ich mich jetzt darauf, mit Anja und Kim zu schnacken und zu erfahren, was es mit den Trostspendern auf sich hat, die bis nach Afghanistan reisen. Los geht's! Hallo, Anja. Hi, hallo, moin und herzlich willkommen bei uns im Spendenlager. Dankeschön. Hallo, Kim. Hi. Herzliches Willkommen auch von mir. Ich freue mich total, dass ich hier sein darf und freue mich auch, dass ich so ein riesiges Lager hier besichtigt habe, einmal kurz. Das hat ja angefangen mit einer ganz kleinen Idee, eigentlich mit einer riesigen Idee, die aber klein angefangen hat, sagen wir es so. Anja, magst du einmal von dieser tollen Idee erzählen? Das ist ja mittlerweile fast 17 Jahre her. Erstaunlich, da war ich Schiffsingenieurin noch bei Blohm & Voss und eigentlich für den Bereich Maschinenbau, Rohrwerk, Elektrotechnik zuständig. Ich habe die Arbeit koordiniert, die anfiel auf den Schiffen und unter anderem eben halt auch bei den Kreuzfahrtschiffen. Und Kreuzfahrtschiffe nutzen die Zeit im Dock, um eben halt auch den Hotelbereich wieder hübsch zu machen oder Änderungen vorzunehmen, damit die Gäste sich immer wohlfühlen. In dem Zuge wurde seinerzeit zumindest, da gab es uns ja noch nicht, immer viel Mobiliar entsorgt. Also wir reden von Kubikmetern, kubikmeterweise Mobiliar. Und weil in meinem privaten Umfeld eben Menschen aus der sozialen Arbeit, Diakonie und so weiter sind und mit mir in der Freizeit aktiv sind, kam manchmal die Frage auf, Mensch, hast du nicht mal etwas vom Schiff? Wir bräuchten mal Stühle für unsere Beratungsecke oder dergleichen. Und irgendwann stellte ich fest, da gibt es einen Bedarf und es gibt einen Überschuss. Wie kriegt man das zusammen? Und die technische Lösung eben halt als Schiffsschrauberin sozusagen war dann die Internetseite. Also Anja, vor 17 Jahren schon, das ist aber sehr hartnäckig, dann da ranzubleiben. Ist ja jetzt kein Fernsehen, man sieht die grauen Haare. Also gratuliere. Ganz, ganz tolle Idee und ganz, ganz tolle Umsetzung, was heute daraus geworden ist. Mega, einfach großartig, Ich sage immer, ich wusste nicht, was ich tat. Ich wusste, dass es funktionieren könnte, also wird auf der Internetseite, aber dass wir eben halt mittlerweile nicht mehr aus Hamburg wegzudenken sind, der Verein geworden sind hier in Hamburg, der so eine Wichtigkeit hat für die Menschen, die halt nicht auf der Sonnenseite des Lebens sind. Das begeistert mich sehr, dass wir für sie da sein können. Absolut. Vielen, vielen Dank, dass ihr das macht und alle, die dazugehören. Kannst du einmal einen Überblick geben, wie viel Platz habt ihr hier in diesem Spendenlager? Ja, also ich glaube, wir sind jetzt bei ca. 2300 Quadratmetern angekommen. Die Fläche, die wir bespielen, aber wir sind ja hier im Zentrum für Soziallogistik und sind hier noch mit vielen anderen Vereinen an diesem Standort und rocken diese Quadratmeter, die, glaube ich, im Gesamten auf weit über 5000 sind. Das sind 5.000 Quadratmeter Hallenfläche und auch noch Bürofläche, die anteilig vermietet ist, auch an Hilfsorganisationen. Es ist ja so, Vereine, die so wie wir Soziallogistik betreiben oder irgendwie Lagerbestände haben, sind immer verlegen um Lagerfläche, die bezahlbar ist. Und wir sind ja im direkten Wettbewerb dann auch mit Handwerk, die auch immer so auch mal 200 Quadratmeter oder ein Tickchen kleiner oder sowas brauchen. Und als wir eben halt diese Halle von der Sozialbehörde gezeigt bekommen hatten, um eben halt insbesondere zum Ausbruch des Ukraine-Kriegs Menschen nochmal verstärkt aus der Ukraine zu helfen, haben wir gesagt, hier machen wir einen Pool draus, hier gehen wir mit anderen Nachbarn rein und so entstand das Zentrum für Soziallogistik. Ja, einfach großartig. Beim Durchgehen hab ich auch lauter Menschen gesehen, die irgendwas sortieren. Das heißt, ihr habt hier auch eine Menge Helfer. Ja, heute ist quasi ein ruhiger Tag. Also gestern hättest du mal hier sein sollen. Hier war gestern richtig ganz viel los. Wir hatten noch einen Sozialtag hier. Heute sind ganz viele Ehrenamtliche und erledigen alles, was hier anliegt. Es war gestern Spendenannahme und hier müssen Möbel geschraubt werden. Die Spenden müssen gesichtet und sortiert werden. Es müssen Spenden kommissioniert werden. Also hier ist täglich so viel zu tun. Ja. Und alle sind dabei. Mit Herzblut. Aber Herzblut und Langeweile kennen wir wirklich nicht. Nee. Ja, das kann ich mir vorstellen. Wie viele Mitglieder gibt es denn und wie viele Menschen insgesamt engagieren sich ehrenamtlich für diesen Verein? Also wir gehen so um und bei 200 Mitgliedern, Vereinsmitgliedern so herum. Ich kann gar nicht die genaue Zahl sagen. Das sind aber auch oft nicht Menschen, die Zeit haben, sich hier zu engagieren, sondern die eher als Multiplikatoren oder auch Spender fungieren oder eben halt mal zu den Mitgliedsversammlungen horchen Was gibt es eigentlich Neues im Verein, die uns also anders unterstützen. Und man ist einfach hier aktiv und braucht im Spendenlager nicht unbedingt Mitglied zu sein, um bei uns zu helfen. Weil es ist ja so, dass viele Menschen nicht unbedingt sich committen möchten und verpflichtet fühlen, zu etwas dazuzugehören. Also es gibt Menschen, die auch nicht Vereinsmitglieder sind, aber hier bei uns schon seit vielen Jahren helfen. Meistens kommen sie dann doch als Vereinsmitglied irgendwann um die Ecke. Das finden wir sehr schön. Ja, und als Anpacker, die so in der Woche oder im Monat, also wir sind immer so, ja, so eine Zahl bei 150, 160, denken wir, sind wir schon im Monat, würde ich sagen. Ja, doch, ja, in etwa. Ja, ganze Menge. Ja, jeder zu seinen Zeiten. Das ist ja ein modernes Ehrenamt. Keiner möchte jeden Samstag jetzt irgendwo in der Küche stehen und für die Kaffeetafel in der Kirchengemeinde unbedingt noch sorgen. Das macht man in den Kirchengemeinden vielleicht noch. Aber eben halt modernes Ehrenamt ist ja so, dass jeder in seiner eigenen Zeiteinteilung aktiv werden möchte. Also ich habe eben halt zwei Stunden Zeit zu spenden auf dem Dienstag. Das kann man bei uns sehr gerne tun und sagen, ich bin dann zwischen zehn und zwölf bei euch und sortiere Dinge. Und es gibt andere, die haben gesagt, ich habe zwei Tage Zeit und komme Dienstag und Donnerstag zu euch und helfe beim Sortieren oder zusammenstellen, das Spenden, das Kommissionieren oder, oder, oder. Oder näht bei Nadel und Hafen ein Nähprojekt zum Beispiel mit. Es gibt ganz viele Möglichkeiten, sich zu engagieren hier. Wow, okay. Sucht ihr denn überhaupt noch helfende Hände? Immer. Immer. Also es ist einfach ein wunderbares Team, was wir hier haben. Wir nennen sie Crew. Unsere Crew ist einfach ganz, ganz großartig. Aber es ist natürlich auch so, Ferienzeiten sind da, dann sind mal ganz viele weg und dann haben wir trotzdem noch ganz viel Arbeit. Es gibt auch natürlich mal eine Krankheitswelle mit Grippe und Co. Aber es gibt eben auch immer mehr Arbeit bei uns. Wir werden immer bekannter einerseits. Das ist aber gar nicht so wichtig als das Thema, dass immer mehr Menschen in wirtschaftliche Not geraten in der heutigen Zeit. Stichwort Altersarmut zum Beispiel oder alleinerziehende Menschen. Da geht die Waschmaschine bei der alleinerziehenden Person kaputt. Das ist ein super GAU, wenn man die Finanzen nicht hat. Und deswegen ist unsere Arbeit da auch sehr, sehr wichtig. Wer jetzt denkt, Mensch, ja, könnte ich eigentlich mitmachen. Das Spendenlager befindet sich im Zentrum für Soziallogistik, Schnakenburgallee Nummer 11, auf der Gebäuderückseite. Und das ist in 22525 Hamburg. Alle Informationen findest du natürlich auf der Seite von der Hafen hilft. Den Link findest du in den Shownotes. Ich habe auch ein paar Fotos gemacht, während ich da war und mir das Spendenlager gezeigt wurde. Diese Fotos findest du auf meiner Internetseite brittas-hafen-podcast.de unter Blog und dann DER HAFEN HILFT!. Der Link ist natürlich auch in den Show Notes. Wie geht denn das jetzt genau, wenn ein Kreuzfahrtschiff sagt, ach wir gehen ins Dock und spenden was? Wollt ihr das haben? Was läuft da bei euch so ab? In der Regel meldet sich entweder die Reederei selber, weil wir mit so ziemlich jeder deutschsprachigen Reederei mittlerweile verbandelt sind, melden sich entweder selbst. Das ist auch eine Schiffsagentur, die sagt, ich habe hier MS Meise, sage ich jetzt mal dazu und die möchte gerne 200 Matratzen spenden. Habt ihr Interesse, könnt ihr damit umgehen. Also aber auch die Hamburger Schiffsagenturen kennen uns alle, nutzen uns. Und dann ist das eher eine nicht deutschsprachige Reederei, die da Kontakt hat. Mensch, wir haben hier eine Donation, englisches Wort für Spende. Wer kann die in Hamburg möglicherweise gebrauchen? Und dann wissen die, ah, DER HAFEN HILFT!. Und dann kriegen wir in der Regel eine Mail oder einen Anruf. Anrufe kriegt dann Kim immer und ich meistens die Mails. Und dann schauen wir eben halt, ob das Angebotene passt. Also ich wüsste jetzt zwar nicht unbedingt, was ungeeignet ist von den Schiffen. Das sind ja schwimmende Hotels und auch was technisch da kommt, nehmen wir in der Regel fast alles an, wenn der Zustand einfach noch gut ist. Und das wissen die auch bei den Reedereien. Und dann geht das Formelle los. Da müssen die ein sogenanntes Landing Paper machen, Landing Report. Aber das heißt immer ein bisschen anders, damit die Spenden, die vom Schiff kommen, ist ja ein Drittland, beim Zoll angemeldet werden können. Dann melden wir die Dinge halt eben über einen Spediteur beim Zoll an, damit das ordnungsgemäß dann auch an Land gebracht werden kann. Wir holen die Spenden entweder ab, also hier in Hamburg holen wir die selber ab mit unseren Ehrenamtlichen und wir haben auch einen hauptamtlichen Fahrer mit 20 Stunden, holen die Spenden ab. Oder manchmal ist es so, wenn zum Beispiel Bremerhaven oder Kiel von den Kreuzfahrtschiffen angefahren wird, da werden neue, ich sag mal, irgendwie die Möbel hingebracht. Und dann heißt es, die Alten in den Hafen hilft, dass der Spediteur halt nicht leer nach Hause fährt, sondern eben halt einen Schwenk zu uns macht, dass wir wollen ja auch nachhaltig handeln. Ja, das ist es schon. Und dann nehmen wir die Sachen ins Waren-System auf. Und dann können Sozialeinrichtungen schauen, oh, die bunten Sessel von dem Schiff, MS Meise nenne ich es wieder, gefallen mir so gut und die passen jetzt wunderbar in meine Jugendeinrichtung. Ich bestelle da gleich mal vier Stück von. Das ist es schon. Dann wird es kommissioniert, bereitgestellt zur Abholung, dann durch die Organisation. Mit einem Warenwirtschaftssystem ausgestattet das Ganze? Wie das Warensystem ohne Wirtschaft. Weil wir haben natürlich keinen Einkauf dahinter geschaltet, keine Gelder, keine Produktion. Keine Produktion, wie ein Warenwirtschaftssystem. Viele von uns kommen ja aus der Wirtschaft, obwohl wir alle keine Lageristen sind. Also wir sind kein Fachpersonal, wir sind Amateure, was Lagerlogistik angeht, aber wir haben ja schon öfters gehört, werden wir so gelobt, und haben Schulterklopfen bekommen. Super Logistik! Ja, das wäre gerade super Logistik, freuen wir uns sehr drüber. Wir sagen, es ist ein Warensystem, das für uns programmiert worden ist, wirklich für uns eigens. So verhältnismäßig einfach. Ich mache das schon mit einer Einschränkung, weil es bauscht sich immer ein bisschen mehr auf. Ach, das Feature brauchen wir noch und das müssen wir noch machen. Aber es ist so, dass wir an und für sich die meisten, die da Lust zu haben, da einweisen könnten, um dann loszulegen, um Dinge ins System aufzunehmen. Also wir kriegen Sofa gespendet, das Sofa wird fotografiert, gemessen, einmal kurz beschrieben und dann mit einem Lagerplatz versehen, ABC, wir haben hier so Buchstaben an der Wand und dann wird es dahingestellt. Wenn das dann von der Organisation bestellt wird, sieht man, ah, das Sofa steht in B und das Kommissionierteam geht dann dahin, schnackt sich das Sofa und bringt es an das Ausgabetor. Ja, so läuft das. Und das kann man alles im Warensystem entsprechend hinterlegen. Aber mehr auch nicht. Aber dadurch, dass wir die Sachen aufnehmen, erscheinen sie sichtbar für die Organisation als Angebot. Das ist quasi, ich sage immer gerne, das ist das Kleinanzeigen für gemeinnützige Einrichtungen. Also es gibt eine Rubrik Angebote. Es gibt eine Rubrik Gesuche. Du kannst auch ein Gesuch platzieren, wenn du das nicht findest, was du benötigst. Kannst du als Organisation auch ein Gesuch platzieren und sagen, Mensch, wir brauchen ein bestimmtes Maß am Sofa oder ein Schrank darf nicht höher oder breiter als Sonstiges sein oder ich suche ganz besondere Dinge. Dann kannst du ein Gesuch platzieren und dann schauen Menschen, die sowieso online sind, andere Organisationen, Firmen, Privatpersonen, gucken auch unter die Gesuche. Ja, unser IT-Ler hat kürzlich gesagt, wir haben 100.000 Besucher pro Monat auf, Das ist eine Zahl, die ist schon gewaltig. Wie gesagt, das meiste sind wir selbst. Das wissen wir gar nicht. Aber ich will damit ausdrücken, dass sehr viele Spender und Empfänger auf dieser Seite zusammenfinden. Und vor allem ist es mehr, als manche Theaterkasse als Besucher auf der Internetseite hat. So sagt es der IT-ler. Und wenn ich jetzt als Privatperson ein Sofa habe zum Beispiel, könnte ich da auch gucken und sagen, oh, hier, das Jugendzentrum sucht ja eins. Ja, genau. Genau so ist es. Genauso ist es. Du kannst das inserieren und du kannst vorher gucken, ob jemand einen Sofa sucht, das vielleicht deinem entspricht, also in den Maßen oder Farben oder Sonstiges. Man kann ja natürlich auch Wünsche äußern und dann kannst du den direkt anschreiben, der das sucht. Das ist ja immer eine Einrichtung. Du kannst aber auch dich einmal als privater Spender registrieren, kriegst Zugangsdaten und dann kannst du dein eigenes Inserat erstellen. Und dann meldet sich per Mail eine soziale Einrichtung, die sagt, ich brauche für Klient XY das Sofa, wann können wir das wo abholen. Das ist auch einfach, warum sollen die Sachen alle hierher gekarrt werden, um dann wieder von hier abgeholt zu werden. Spender und Empfänger können sich viel besser vernetzen und dann spart man sich mindestens einen Weg. Und die Manpower, die es benötigt, um im Sofa irgendwo rauszutragen, ins Auto, hierher, wieder raus aus dem Auto, wieder rein und dann bis zum Empfänger. Und so ist das einfach auch ökologisch deutlich sinnvoller. Cool. Es geht jetzt nur um Möbel oder geht es auch um Spielzeug oder was sammelt ihr hier alles? Wir haben eine Bedarfsliste auf unserer Website und da möchten wir auch immer noch darauf hinweisen, dass sich ganz wichtig daran gehalten wird, weil alles, was wir gespendet bekommen, was nicht da draufsteht, frisst unheimlich viel Kapazitäten, weil wir möchten das ja nicht entsorgen, wegwerfen. Wir wollen allem einen Sinn geben, aber manchen Dingen kann man gar keinen Sinn mehr geben. Es gibt ja Dinge, die die Welt nicht benötigt und wenn wir die dann bei uns haben, was machen wir dann damit? Das ist halt einfach schwierig und deswegen gibt es diese Bedarfsliste, wo draufsteht, was wir nehmen und was wir nicht nehmen. Ich würde noch hinzufügen wollen, wir sagen unseren Helfenden immer, was du deiner besten Freundin, deinem besten Kumpel geben würdest, das ist auch eine Spende. Die Qualität jetzt. Von der Qualität her. Von der Qualität. Weil es geht auch immer um die Würde des Menschen. Das heißt eben halt, ein kaputter Teller ist keine Spende. Weil ich freue mich auch nicht über einen kaputten Teller, wenn ich ihn geschenkt bekomme. Ich habe eure Internetseite übrigens auch schon mal ausprobiert. Als mein Vater umgezogen ist, hatten wir ganz viele Dinge im Keller gefunden. Spielzeug und ein Kinderbett und so weiter von meinen Neffen. Und diese Dinge hatte ich dann dort online hochgeladen. Zwei Tage später hat sich eine Organisation gemeldet, die sich in ihrer Gemeinde um ein Mitglied kümmert, die genau diese Sachen gut gebrauchen konnten. Und das hat einfach richtig gut geklappt. Ach, wie cool. Guck mal. Ich war so glücklich dafür, es war so schön. Also, dass das gut funktioniert. Ja, das funktioniert. Das höre ich auch oft von unseren Helfenden, die sagen, ich habe das jetzt mal versucht, unsere eigene Internetseite und das geht in zwei Tagen, da waren die Sachen schon vermittelt. Das kann ich wirklich nur ans Herz legen, nutzt uns. Also, wenn ihr kostenfrei Dinge abzugeben habt, die zu schade sind zum Wegwerfen, bitte nutzt unsere Internetseite, ihr erreicht so unendlich viele Menschen, die diese Dinge brauchen. Und man hat so ein gutes Gefühl dabei. Ja, es ist so nachhaltig. Ja, genau. Das ist so wunderbar. Ich habe gehört, hier gibt es auch ganz besondere Projekte. Anja, kannst du darüber noch ein bisschen was erzählen? Ja, die sind entstanden aus unserer täglichen Arbeit heraus. Wir sind ja im Endeffekt, wenn man es ganz nüchtern betrachtet, Vermittler von Sachspenden. Und stehen dann nebenher noch für Nachhaltigkeit ein. So ganz nüchtern technisch gesprochen. Aber was passiert dann, wenn auf einmal 3000 Tischdecken von einem AIDA-Schiff hier ankommen? 3.000, ne Kim? Ja, knapp 3.000. Das hatte selbst ich Schwierigkeiten die zu vermitteln. Ich weiß nicht, wie viele Big Bags das waren. Ja, die konnte ich auch nicht vermitteln. Das war der Hammer. Und dann fingen zwei unserer Ladies an zu nähen. Und aus diesen Ladies wurden jetzt eine Gruppe, ich weiß nicht, von 25 plus Damen einher. Und es ist das Projekt Nadel und Hafen entstanden. Und wir nähen von Turnbeuteln zu kleinen Trostspendern, zu Stiftemäppchen, zu Schals und Mützchen für die Winter. Leseknochen. Leseknochen. Es entstehen so wunderschöne, herzensliebe Produkte, die teilweise bis ins Erdbebengebiet in Syrien oder die kleinen Trostspender, die nehmen zwei Ärzte mit, die in Afghanistan wohlgemerkt und Indien, aber jetzt gerade sehr aktiv in Afghanistan, Gaumen- und Lippenspalten operieren. Und dann werden die Kinder, wenn sie aus der Narkose wach werden, haben sie so einen kleinen bunten Büdel für ihre Arztpapiere und Medikamente und da drin steckt eins der genähten Stofftierchen. Und da geht natürlich uns allen das Herz komplett auf. Ach wie schön, das ist ja Wahnsinn. Ja, dann haben wir noch Schulen an Bord. Schulen an Bord ist eine digitale Schnitzeljagd für Schulen. Da haben wir überall hier im Lager QR-Codes verteilt und die Kids kriegen ein Tablet und dann findet eine digitale Schnitzeljagd statt. Dann sehen Sie, was aus einem Korken von Weinflaschen mit denen passiert, was wir damit machen. Oder, das ist doch nochmal andere Beispiele. Ein Goldrandgeschirr. Goldrandgeschirr, genau. Das wir ja eigentlich gar nicht haben wollen. Genau, aber es natürlich bei uns ankommt und dass es Organisationen gibt, wo das wirklich noch wertgeschätzt wird. Und dann erfährt man über diese Organisation und die Kids haben ein Kleinbrett dabei mit ein paar Fragen. Und das ist wirklich von zwei unserer Sozialarbeitenden hier ausgearbeitet worden. Und dann können sie ihm halt unsere Helfer fragen, Helfer und Helferinnen fragen, Mensch, was bedeutet Cafe Nova jetzt, zum Beispiel auf der Veddel, die das Goldrandgeschirr gerne nehmen. Was bedeutet eigentlich dieses Café Nova? Was passiert da? Und dann lernen sie darüber. Oder eben halt, was ist eigentlich Daunen- und Federnrecycling? Und warum ist das so wichtig? All diese Dinge. Und dann gibt es auch noch so ein Swap-Verfahren, wo dann wirklich, ohne dass die Kinder jedes einzelne Gegenstand selber in der Hand hatten, gibt es eben halt auch noch so ein Swap-Verfahren, also so ein Wechselverfahren, das die eine Gruppe der anderen Gruppe erzählt. Also es sind immer zwei Grüppchen, was sie für einen Gegenstand hatten und was wir fragen. Und so lernen Sie immer über jedes Teil zum Thema Nachhaltigkeit. Das ist eine Nachhaltigkeitsschnitzeljagd. Was mit den Dingen je im Spendenlager passt. Und ganz zum Anfang oder zum Ende, da bin ich jetzt gerade ein bisschen unsicher, ist natürlich auch einmal noch diese ganzen, die globalen Ziele der Vereinten Nationen. Also von denen keine Armut bis 20, war das 30? Das ist sehr ambitioniert, wenn ich das so ausspreche. Also diese 17 Ziele der Vereinten Nationen, die ja doch sehr, sehr große Hürden sind, allein auch bei mir im Kopf, wenn ich mir vorstelle, wie will man keine Armut bis dahin erreichen, global. Aber wir tun unseren kleinen Teil hier als Sachspendenlager und die Kinder möglicherweise, wenn sie zu Hause mit ihren Eltern dann eben halt, ich sag mal, durch die Küchenschublade gehen und sagen, Mensch, wir haben ein Brotmesser über, können wir das nicht bei der DER HAFEN HILFT! abgeben? So war der Gedanke. Das zu zeigen, man kann global denken, aber es überfordert. Man kann es aber lokal umsetzen. Und das ist schön. Das ist ein total nettes Projekt. Jeder kann einfach was tun. Genau. Absolut. Was ist denn das mit den Goldrandtellern? Cafe Nove ist auf der Veddel. Die Veddel ist ja ein sehr, sehr besonderer Stadtteil. große Vielfalt an Menschen, die dort leben, aber eben halt auch nicht unbedingt gut, situiert. Und dort gibt es eine Kirchengemeinde, die Emanuel-Gemeinde mit einem Cafe daneben. Und das ist offen für alle Menschen, alle Konfessionen und so weiter. Und dort findet Kultur statt, Feste werden gefeiert, Filme gezeigt, Tischtennis wird in der Kirche gespielt. Also es passiert jede Menge für alt und jung. Das ist ein Stadtteiltreff. Und dort wird natürlich ein wunderbarer, die haben nämlich eine richtige Barista-Maschine, dort Kaffee ausgeschenkt und Kuchen gebacken. Selbst gemacht von den engagierten Ehrenamtlichen dort und der auf dem Goldrand-Teller serviert wird, ist natürlich spitze. Ich muss ja jetzt mal auf Topic sagen, ich glaube, wir haben das rausgenommen. Ich weiß das gar nicht. Ich glaube, es ist rausgenommen worden. Oh oh. Ja. Aber ich glaube, das ist jetzt nicht so schlimm. Das wissen wir auch nicht. Vielleicht haben die noch Goldrand-Geschirr. Ja, genau. Ihr habt ja auch noch Projekte, die in Bezug auf ja sag ich mal so Gesundheitsvorsorge oder ähnliches gehen. Aber Brillen für Mehrblick oder andere Organisationen, die zum Beispiel. Sehhilfe, also die mal deine Sehstärke messen, also gerade bei Menschen auf der Straße leben oder Senioren, die kein Geld haben, die messen die Sehstärke und geben dir eine passende Brille, passendes Gestell mit der richtigen Sehstärke und da sammeln wir zum Beispiel auch für. Und es gibt auch internationale Projekte für. Mehrblick ist eins, was auch in Hamburg sehr stark aktiv ist. Ganz tolles Projekt. Wir können dir das gleich nochmal zeigen, auch das Nachhaltigkeitsregal und den Sortierraum und so. Ich bin ja mit dir nur schnell hier durch. Das muss sehr schnell hier durch sein. Das war schon. Das war Ziel gerade. Okay, also Brillen kann ich auch hier abgeben. Wunderbar. Und ich habe auch Rollstühle gesehen. Krücken vielleicht auch. Wie heißen Geräte? Gehilfen. Oder Unterarm-Gehstützen, glaube ich. Also alles solche Dinge werden hier auch angenommen. Sanitätsartikel. Ja, Sanitätsartikel nehmen wir sehr, sehr gerne. Die Krisen in der Welt sind zahlreich, aber auch einmal in der Woche haben wir auch einen Anruf aus der Obdachlosenhilfe, wo eben halt aus unserem Sanitätsbereich Dinge gebraucht werden, also zum Beispiel einen Rollstuhl. Und es gibt eh kein Recycling-System in Deutschland dafür. Das finden wir sehr unschön, wenn man auch gerade an die Kosten im Gesundheitssystem denkt, wenn man das mal so laut aussprechen darf. Und ich glaube, so ziemlich viele Menschen haben noch die sogenannten Krücken, also Gehilfen im Keller. Oder wahrscheinlich stehen auch in vielen Senioreneinrichtungen auch noch Rollatoren und Rollstühle in den Kellern, wo die Besitzerin sich freuen würde, wenn sie dann vielleicht doch nochmal einen guten Zweck weitergeben würden. Absolut. Tolle Ideen habt ihr. Großartig. Wunderbar. Ich bin total begeistert, wie ihr das gemacht habt, dass ihr das alles aufgebaut habt. Das ist großartig. Also 17 Jahre Arbeit und jetzt läuft das hier alles so Hand in Hand. Klasse, das ist großartig. Und wir sind manchmal selber auch so, oh, kneif mich mal jemand? Es gibt auch so Dinge, die so passieren. Wirklich so eine Geschichte, die ist gestern da gewesen, gestern und vorgestern. Das ist einfach so, weil an einem Tag rief mich jemand an, du Anja, also das ist allerdings jetzt im Bereich Auslandshilfe, aber das tut gar nicht weh, weil das ist der kleinste Teil bei uns, der arbeitet in Portugal. Und der sagt zu mir, sag mal Anja, kriegt ihr eigentlich auch manchmal Sportgeräte, so vielleicht von den Schiffen oder so, die so ein bisschen robuster sind? Ich sage, ja, aber das ist ziemlich selten, aber gelegentlich bekommt man mal ein Laufband mit Ergometer oder sowas. Ja, wir haben hier ein Frauengefängnis und die Damen, die sollen unbedingt auch ein bisschen Sport machen können und so weiter. Also wenn mal was reinkommt, sag doch mal Bescheid. Und gestern ruft mich eine Reederei an und sagt, wir gehen im Mai in Dock. Nehmt ihr eigentlich auch Sportgeräte? Das ist so ein Klassiker manchmal. Man stellt es einmal, wie ich es nennen in den Orbit stellen. Und zwei Tage später gibt es die Antwort. Und das ist einfach ganz großartig. Und das ist dann so schön, bedarfsgerecht, das ist vor allem das wirklich so ein Schlüsselwort, helfen zu können. Und das haben wir eben auch bei den großen Krisen dieser Welt erlebt, beim Erdbeben in der Türkei und Syrien, bei der Flutkatastrophe im Ahrtal. Wir sind natürlich bis heute aktiv auch an der Seite der ukrainischen Menschen. Nicht nur hier in Hamburg, sondern auch in der Ukraine. Wir selber machen natürlich nichts in der Ukraine, weil wir unsere Hilfe hier haben. Aber Partner, die Ukraine-Hilfe betreiben, gemeinnützige Vereine, die eben halt Transporte dahin machen, versorgen wir selbstverständlich, wenn wir das haben, was sie brauchen und jetzt ist über, geben wir ihnen das. Und so sind mancher Sattelzug, mancher Container bereits eben halt in der Ukraine angekommen, wo ja die Bomben nicht nur das eigene Gebäude zerstören. Ich mache mal nur in Anführungsstrichen und Menschen, diese Druckwellen, die Bombensplitter, all diese Dinge zerfletzen ja den ganzen Umkreis. Das darf man nicht vergessen. Und wenn dann eine Universität in der Nachtschaft eines Drohnenangriffs steht, dann gehen die Splitter durch die Fenster durch und zerdeppern die ganze Aula, die ganzen Lehreinrichtungen. Insofern gehen zum Beispiel viele Büroeinrichtungen, die wir von Hamburger Unternehmen erhalten, direkt in die Ukraine. Nicht nur, nicht ausschließlich, aber viele davon, weil da eben halt Möbel, Schreibtische, all diese Dinge dort gebraucht werden. Und das Leben findet da teilweise unterirdisch statt. Die ganzen Bunker und Metrostationen, die sind ja teilweise wohnlich schon gemacht worden. Und einiges, auch aus Hamburg steht da jetzt. Da habe ich auch schon mal einen Beitrag drüber gesehen, wo so eine Schule unterirdisch angelegt wurde, sodass die Kinder morgens unter die Erde gehen und dann in die Schule gehen. Ja. Das ist auch mit OP-Sälen und all diesen Dingen so. Das erfahren wir eben halt von unseren Partnern. Manchmal erfährt man Dinge, die man gar nicht wissen möchte. Das ist auch, weil es einfach ein Kriegsgebiet ist. Das ist einfach wirklich, wirklich schwierig manchmal zu ertragen. Aber es ist eben halt schön, dass wir trotzdem helfen können. Auch eben halt den Krankenhäusern, weil Krankenhäuser aus der Stadt Hamburg uns manchmal auch kontaktieren und sagen, Mensch, wir haben hier 60 Pflegebetten. Wir tauschen aus, Moderne, was auch immer. dann könnt ihr die noch vermitteln. Und dann sind es insbesondere die ukrainischen Organisationen, die sich wie Bolle freuen, dass sie eben halt diese Betten bekommen. Und Verbandskästen, wenn die abgelaufen sind? Die werden noch weitergegeben, weil das wenigste von den Materialien ist ja per se steriles Material. Eine Mullbinde ist nicht steril, das Dreiecktuch ist nicht steril. Das sind ja in der Regel nur die Wundauflagen. Und Verbandsmaterial, da ist ganz schön was los an der Front, wird gebraucht. Nach meinem Kenntnisstand wird immer und immer weiter auch gesammelt. Also vielleicht nicht aus den 60er Jahren, die Verbandskästen vielleicht gerade ablaufen da würde. Das würde mir besser gefallen, die zu hinterlassen. Ich habe mal aus dem alten Oldtimer noch, aber auch da geht es ja um die Würde der Menschen und vor allem um die Versorgung. Schon klar, aber Firmen gerade, die ihre Firmenflotte immer wieder durchgucken müssen und nachgucken müssen. Nächstes Jahr läuft der Verbandkasten ab, dann können wir schon mal die ganzen Verbandkasten bei DER HAFEN HILFT! abgeben. Genau und wir geben es an unsere Partner weiter, sehr gerne. Ja wunderbar. Gibt es noch ein Projekt, über das wir sprechen sollen? Wir gucken hier auf die Möbelwerft. Die Möbelwerft ist seit September entstanden, weil ein großes, namhaftes Kaufhaus, ein Möbelkaufhaus, sagte, Mensch, wir kriegen so viele Retouren und unsere Ausstellungsstücke, da wissen wir ja eigentlich auch gar nicht so genau, wohin damit. Würdet ihr die nehmen? Und da haben wir uns ein bisschen erst geziert und dann haben wir gesagt, okay, wenn ihr uns so jetzt immer am Fragen seid, dann machen wir das jetzt. Hat uns anfangs ein bisschen überfordert, Jetzt haben wir uns komplett gut eingegroovt und bauen eben halt sehr schöne, zeitgemäße und insbesondere für kleinen Wohnraum passende Möbel zusammen. Also manchmal sind es eben auch Kartons, wo der zweite fehlt. Oder wenn es zwei Kartons waren und einer fehlt, dann warten wir, bis irgendwann der zweite Karton da ist. Oder wir bauen was anderes draus. Das ist ja auch so ein bisschen im Zuge von Re- und Up-cycling. Also es lohnt sich immer, auf unsere Internetseite zu gucken und zu stöbern. Und das ist unsere Möbelwerft, wo viele, auch sehr viele Frauen, das ist fast die Überhand, ich meine, am Schrauben und am Zusammenstellen sind, dieser Packstücke oder Möbelstücke. Und das ist ganz gut. Reparieren, komprimieren, zusammenstellen, bunt machen. Ja, das läuft großartig. Aber um das nochmal klarzustellen, als Privatperson kann ich hier keine Möbel bekommen. Nein. Das ist nur für Organisationen, die andere Menschen unterstützen. Genau, also Organisation und die Menschen, die sie unterstützen. Also wenn du jetzt in der Nachbarschaft eine Familie kennst, die Unterstützung in Form eines Möbelstückes, das du hier bei uns gesehen hast, benötigen und die sind angebunden an eine Kita zum Beispiel auch. Das muss ja gar nicht so hochschwellig sein, dass es eine Beratungsstelle oder so ist. Oder eine Kirchengemeinde, dann können die mit den Sozialarbeitenden dieser Einrichtungen schnacken und sagen, Mensch. Wir brauchen so dringend einen Kleiderschrank. Liebe Sozialarbeiter, kannst du mal mit Kontakt aufnehmen bei DER HAFEN HILFT!? Viele sind bei uns registriert, können sofort sagen, den Schrank brauche ich jetzt. Oder man muss sich halt einmal registrieren, wir checken den Freistellungsbescheid, wird freigeschaltet und dann wird der Familie geholfen. Und Annahmestelle ist zentral hier oder gibt es das noch da woanders? Also es gibt zentral hier, wir haben immer den Mittwoch, wo wir Spendenannahme machen, auch lange, 10 bis 18.30 Uhr kann man hier die Spenden vorbeibringen. Es gibt auch manchmal Sammelsamstage, wo wir hier vor Ort sind. Das steht dann aber auch auf unserer Website oder Social Media. Und manchmal sind wir auch auf anderen Standorten. Verkaufsoffenen Sonntagen sind wir zum Beispiel bei Ikea Moorfleeth, ab und zu auch bei Ikea Altona. Da machen wir auch Spendenannahme, bieten sich ja an. Hamburgs längste Tafel kommt dieses Jahr für Demokratie, Vielfalt und Zusammenhalt. Da werden wir auch präsent sein zusammen mit der Tafel und Hanseatic Help, um also Kleidung, Nahrung, Wohnung abzudecken dort. Da sammeln wir gemeinschaftlich für die Hamburger in Not. Wir sind ein spendenfinanzierter Verein und brauchen selber Hilfe. Wir alle wissen, Spritkosten sind da hoch, Lebenshaltungskosten sind hoch. Wir haben aber als gut funktionierender Verein natürlich auch unsere Kosten und natürlich eben halt auch die wenigen hauptamtlichen Stellen wollen versorgt sein. Wir wissen, dass das Geld bei jedem gerade knapp ist. Wir sind ja auch irgendwo Privatpersonen. Aber wenn da der eine oder andere Euro noch über ist, wir freuen uns über jegliche Unterstützung. Liebe Anja und liebe Kim, ich finde es eine wunderbare Organisation und kann nur sagen, vielen, vielen Dank an euch und an alle, die diesen Verein unterstützen. Ich wünsche euch alles, alles Gute für die Zukunft und dass es diesen Verein noch ganz, ganz lange gibt oder vielleicht sogar, dass er irgendwann überflüssig ist, weil es uns allen gut geht. Also vielen, vielen Dank. Wir haben zu danken. Danke, dass du da warst. Gerne. Dankeschön. Tschüss. Tschüss. Diese außergewöhnliche Folge ist Teil des Podcasthon. Vom 14. bis 20. März werden Tausende von Podcasts veröffentlicht, die eine Wohltätigkeitsorganisation ihrer Wahl hervorheben. Das Hauptziel von Podcasthon ist es, das Bewusstsein für Wohltätigkeitsorganisationen zu schärfen. Markus Tirok, Podcaster aus Hamburg, hat eine Minifolge über die Entstehung des Podcasthon veröffentlicht. Den Link findest du in den Shownotes. Kurz zusammengefasst, die Idee kam 2023 aus Frankreich. Damals waren es gerade 300 Podcasts. 2026 sind es über 2700 Podcasts. Veröffentlicht wird jetzt inzwischen in Französisch, Englisch, Spanisch und Deutsch. Und das Besondere beim Podcast im Gegensatz zu einem einmaligen Charity-Event ist, der Podcast bleibt, er kann immer wieder und für eine lange Zeit gehört werden. In diesem Podcast hast du 30 Minuten etwas über den Verein DER HAFEN HILFT! gehört und Anja und Kim gleich kennengelernt. Ich bin glücklich, dass wir mit dieser Folge am Podcasthon teilnehmen. Ich stelle mir das gerade einmal bildlich vor. 2700 Organisationen, die diese Welt ein bisschen besser machen. So eine Nachricht kann man im Moment wirklich gut gebrauchen. Den Link zum Podcasthon findest du natürlich auch in den Show Notes. Ich freue mich, dass du immer noch zuhörst und drangeblieben bist. Vielen, vielen Dank. Das waren Anja van Eijsden und Kim van Eijsden vom Verein DER HAFEN HILFT! e.V. Den Link zu diesem Verein findest du in den Shownotes. Ich wünsche dir heute einen schönen Tag und freue mich, wenn du nächstes Mal wieder dabei bist. Tschüss.

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