Brittas Hafen Podcast

Britta Mueller

#098 - Abenteuer auf der Elbe und verborgene Wasserwege

Maike Brunk, Hamburger Elbinsel-Tour

22.11.2025 29 min

Zusammenfassung & Show Notes

Maike Brunk, Hamburger Elbinsel-Tour,  eigentlich Wirtschaftsinformatikerin in der IT – bis eine Firmenweihnachtsfeier 2006 alles veränderte. Ein alter Hafenkapitän setzte ihr den berühmten „Floh ins Ohr“. Aus einer Schnapsidee wurde ein Unternehmen – und aus Maike eine der bekanntesten Stimmen auf Hamburgs Barkassen.
In Brittas Hafen-Podcast erzählt sie, wie ihre ersten Touren entstanden, warum ihr Herz für die Bille schlägt und wo sich vom Wasser völlig neuen Perspektiven auf Hamburg zeigen.
Seit 2025 hat Maike neue Erlebnisse im Gepäck: darunter ihre Grasbrook-Tour, die direkt in die Zukunft der Stadtentwicklung führt – zwischen neuen Quartieren, der Peking und dem künftigen Opernstandort.
2026 wird es eine ganz neue Tour geben, Thema Container Terminals in Hamburg!
Maike Brunk | Hamburger Elbinsel-Tour
Ihr spektakulärster Auftrag, inklusive Mikrofon Ausfall, war die Moderation einer sehr speziellen Hafentour während des G20 Gipfels in Hamburg. Engagiert war Maike für die Tour der First Ladies beim Gipfel plus Herrn Professor Sauer und Herrn May.

Maike Brunk engagiert sich in vielen maritimen Freundeskreisen. Für Maike gibt es zusätzlich noch ein Herzensprojekt: JOBLINGE | Mit uns geht Ausbildung Bei Joblinge ist Maike ehrenamtliche Mentorin für junge Menschen auf dem Weg in ihre Berufsausbildung. Als Mutmacherin und Zuhörerin erfahren die Jugendlichen Unterstützung.
Dieses Projekt gibt es auch in Hamburg und es werden noch Mentoren/Mentorinnen gesucht: Hamburg | JOBLINGE

Maikes Buch: https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1059326262


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#strong connection

Transkript

Willkommen bei Brittas Hafen-Podcast. Schön, dass du dabei bist. Ich bin Britta. Heute gibt's eine echt spannende Folge. Ja, ich habe eigentlich ja mal ganz was anderes gemacht. Ich war, Wirtschaftsinformatikerin und war 9 Jahre in der IT und habe aber immer gewusst, ich möchte irgendwie ganz was anderes machen und habe auf einer Firmenweihnachtsfeier Ende 2006 die Schnapsidee im wahrsten Sinne des Wortes mit einem alten Hafenkapitän gemacht. Ach komm, ich mache jetzt Hafentouren. Diese Geschichte ist so wunderbar. Heute habe ich mit Maike Brunk und ihrer Elbinsel-Tour diese neue Folge aufgenommen. Eine Schnapsidee aus der Jahr für Jahr ein spannendes Hafentour-Programm entstanden ist. Maike zeigt im Hafen zum Beispiel, Aber so die westliche Seite der Bille in Hamm-Süd, Hammerbrook, Rothenburgsort, das hat so schöne, grüne Kleingartenanlagen, Hausboote, wirklich ganz idyllische Ecken die man von der Straße, wenn man jetzt auf der Eifestraße, Süderstraße, Wendenstraße unterwegs ist, nicht vermuten würde, Und beim G20-Gipfel hat Maike die Tour der First Ladys moderiert. War, so, dass sich alles verzögerte, weil Frau Macron wie gesagt dann auch einen Ticken zu spät kam und dann erst mal noch rumgeführt werden musste und dann konnte ich erst an der, San Diego quasi anfangen zu moderieren ja und habe das dann irgendwie ganz gut, ganz gut hingekriegt, äh bis plötzlich in einem Moment äh das Mikro ausfiel, wie Sie auch das gemeistert hat und wie es sich angefühlt hat, so eine Tour zu moderieren, hört ihr in dieser Podcast-Folge, Brittas Hafen Podcast: außergewöhnliche Berufe, echte Persönlichkeiten, maritime Chancen. Dieser Podcast wird unterstützt durch die Fairplay Towage Group Vielen Dank dafür. Strong Connection. Hallo Maike. Hallo Britta, schön, dass ich hier sein darf. Wie hat das denn alles angefangen, Deine Elbinsel Tour? Erzähl doch mal. Ja, ich habe eigentlich ja mal ganz was anderes gemacht. Ich war Wirtschaftsinformatikerin und war neun Jahre in einer IT und habe aber immer gewusst, ich möchte irgendwie ganz was anderes machen und habe auf einer Firmenweihnachtsfeier Ende 2006 ähm die Schnapsidee im wahrsten Sinne des Wortes mit einem alten Hafenkapitän gemacht. Ach komm, ich mache jetzt Hafentouren beziehungsweise der hat mir damals erstmal den Floh ins Ohr gesetzt, dass man doch Im Hafen vielleicht mal Touren machen sollte in Ecken, wo man sonst nicht so hinkommt und das war damals noch so vor der Zeit von der internationalen Bauausstellung, so wie IBA konnte man sich damals für Projekte bewerben und da hatte der so eine Idee. Das hat am Ende alles nicht hingehauen, aber, Ich hatte den Floh im Ohr, ich möchte jetzt Hafen machen und dann habe ich 2007 im Sommer einfach angefangen ganz auf blauen Dunst. Erstmal gratuliere, dass du das schon so lange machst. Danke. Und die erste Tour, bei der ich bei dir mitgefahren bin, war auch die Tour rund um Wilhelmsburg und ich fand das fantastisch. So viele Ecken, die man selbst als Hamburger ja noch nie gesehen hat, dieser kleine Leuchtturm ganz vorne. Das war wohl auch die erste Tour, die du dir ausgedacht hast, oder? Am ja rund um Wilhelmsburg kam tatsächlich erst ein bisschen später. Anfangs war so ein war's so eine Kombinationstour mit Barkassenfahrt, Zwischenstopp- und Doppeldeckerbus, Da sind wir mitm Schiff unter der Köhlbrandbrücke durch, dann in die Reethe, den Reiherstieg wieder hoch. Und dann durch die alte Ernst-August-Schleuse damals noch und dann in den Ernst-August-Kanal, zu dem Biergarten am Vogelhüttendeich. Da haben wir dann Pause gemacht und haben uns da vom Doppeldecker-Bus abholen lassen, Da ging's dann noch ein kleines Stück durch Wilhelmsburg und dann über die Köhlbrandbrücke hin und zurück. Damals auch noch mit der ganzen Runde ums Hafenmuseum da an der Kaikante längst konnte man mit einem Doppeldeckerbus noch bis zu dem alten Beamtenwohnhäuschen fahren, Und dann wieder zurück zum Ausgangspunkt und ich fand immer, das war so eine quasi Wilhelmsburg-Anfüttertour, wo die Leute gar nicht so richtig mitgekriegt haben, dass man sie direkt nach Wilhelmsburg mitgenommen hat, aber die Ganz viele äh spannende Ein- und Ausblicke gekriegt haben, ähm die sie wahrscheinlich so gar nicht erwartet haben, weil der Ernst-August-Kanal natürlich ganz schnuckelig ist und aber auch dieser dieser schöne Moment immer da war, erst unter der Köhlbrandbrücke durch und hinterher oben drüber. Wo man dann die die gleichen Sachen nochmal so aus verschiedener Perspektive einfach ganz toll ins Auge fassen konnte, Das stimmt, das hatte ich schon total vergessen. Da bin ich auch mitgefahren und dann haben wir alle uns gewünscht, oh, hoffentlich kommt der Doppeldecker da überhaupt, die Brücke hoch und so Das war toll. Ja genau. Der hat manchmal schon ganz schön geächtzt, wenn der voll das damals auch noch So die alten äh ehemaligen ich glaube Berliner Stadtrundfahrt Busse machen die da eingesetzt waren und ja aber dieses ganze Busthema, das habe ich inzwischen schon ein paar Jahre dann hinter mir gelassen, also auch diese Kombi-Tour dann irgendwann nicht mehr gemacht, weil das auch immer schwieriger wurde verkehrstechnisch das alles mit äh mit einzuplanen, Und habe mich dann jetzt, ich würde sagen, schon die letzten zehn Jahre fokussiert auf wirklich hauptsächlich Barkassenfahrten und da gibt's ja auch immer wieder was Neues zu entdecken so. Ja, das stimmt. Und Michael, dein Programm für 6undzwanzig steht ja auch schon. In 5undzwanzig hast du ja schon tolle, neue Touren, eingefädelt, da gibt's ja diese Tour jetzt zum Grasbrook. Genau. Kannst du da mal erzählen, was machst du da genau? Genau, ich habe in diesem Jahr die Grasproduktur neu gemacht, weil ich gedacht habe das Thema Stadtentwicklung finde ich immer faszinierend. Also Hafen hat ja einfach so viele Aspekte immer mit Logistik, Wirtschaft, Umwelt äh Stadtentwicklung und ein und Hamburg. Wächst ja immer weiter und grad an der Hafenkante tut sich eine Menge und die nächsten zehn Jahre soll der Grasbrook, wie die Hafencity, weiterentwickelt werden. Das heißt Moldauhafen, Saalehafen, Hansa Hafen da so drum rum, da tut sich einiges und da habe ich gedacht, warum denn eigentlich nicht mal mit der Barkasse da durchfahren. Das war aber gar nicht so ein einfaches Unterfangen, auch die Reederei. Ähm ich arbeite mit Bühle hauptsächlich zusammen, da die davon zu überzeugen, dass wir da mit der Barkasse regelmäßig durch können, denn das ist wahnsinnig verschlickt da hinten, da muss man wirklich ganz genau gucken, was für ein Titelstand wir gerade haben und bei zu viel Wasser ist natürlich auch immer wieder die Frage, kommt man überall unter den Brücken noch durch und das ist fast schon so wie Speicherstadt. Durchfahrten, dass man da dann immer nur ein ganz bestimmtes Zeitfenster irgendwie hat und dann habe ich aber gedacht, ich möchte gerne die Leute mitnehmen, einfach mal, ein bisschen in die Zukunft zu gucken. Zu schauen, was kommt da als neues Stadtquartier, wo ja auch der das Hafenmuseum mit der Peking dann den neuen Platz kriegen soll, wo es, neue Wohnmöglichkeiten für gut 6.000 Menschen geben soll und wo 16.000 Leute arbeiten sollen und wo es eine ganz spannende Verbindung hat so von den Elbbrücken, dann aber auch diesen Teil an der Norderelbe und eben allem, was dahinter liegt, was die meisten Hamburgerinnen und Hamburger gar nicht, nicht kennen und gar nicht aufm Zettel haben, Und manch einer dann mit dem Namen Tschechenhafen dann auch erstmal sagt, hä, wieso ist denn das der Tschechenhafen gewesen und man da ja eine Menge spannende Geschichte einfach auch mit, mit angucken kann und, Ja, das mache ich auf der Grasbrook Tour und damit es nicht nur Zukunft und Brachlandschaften ist, äh sozusagen, wo wir da unterwegs sind, fahren wir dann auch noch bei der Peking vorbei und auch in der Hafencity im östlichen Bereich bis zum Americo Vespucci-Platz, also ganz in den Bakenhafen hinten rein. Und schauen uns da die ganzen aktuellen Projekte an. Hm, wie lang ist die Tour dann? Die ist 90 Minuten, die ist tatsächlich recht kompakt. Machen erstmal einen Schlenker Moldau und Saalehafen und Hansahafen. Dann fahren wir zum kurzen Olaf natürlich, machen einen kleinen Abstecher zu unserem Elb-Tower. Dem jetzt hoffentlich dann demnächst wieder beim Wachsen zu und dann geht's noch mal an der zukünftigen Oper vorbei am Bakenhöft und dann eben rein in den Bakenhafen. Also ganz viele große, zukünftige Stadtentwicklungsprojekte. Und ja so Leuchtturmprojekte, die Hamburg ja, vor der Nase hat und wie du sagst, die Termine müssen genau ans Hochwasser, Niedrigwasser und so angepasst werden, deswegen genau ins Programm gucken, wann man diese Tour machen kann, ja spannend. Genau, da habe ich fürs neue Jahr mitm Tiden-Kalender, als der neulich vom rauskam, habe ich erstmal direkt wieder gesessen und Kapazitäten und geguckt, wann bekomme ich Schiffe, wann passt es mit dem Wasserstand und wie sind das natürlich auch hoffentlich dann attraktive Wochenendtermine, weil ich doch die öffentlichen Termine meistens an Wochenenden mache. Da die meisten Leute naturgemäß Zeit haben und diese Grasbrook-Tour, die gibt's nächstes Jahr auf jeden Fall, ich glaube auch mindestens zehn Mal. Und dann habe ich fürs nächste Jahr mir noch neben meiner Bille-tour und meiner Rund-Wilhelmsburg-Tour noch eine neue Tour ausgedacht. Oh Mann, da bin ich jetzt aber gespannt. Wir werden im neuen Jahr. Das Thema Containerterminals uns noch mal ein bisschen intensiver vornehmen, weil ich auch gerne so Die Hintergründe mir angucke und schaue, wie funktioniert es auf den Terminals, da könnte man eigentlich noch mal eine Ergänzung von einer Wasserweite machen, die den Schwerpunkt eben auf die Logistik und auf die Container, auf den Containerumschlag legt und alle vier Terminals anfährt, und den Leuten ein bisschen mehr Hintergründe zu den. Allianzen, zu den Abwicklungen, zu den Besonderheiten, zu den Herausforderungen, wie ist das eigentlich? Was passiert aufm Terminal, wenn plötzlich, Ein Schiff, das aus Asien kommt. Rotter damals Hasen auslässt und dann schon drei Tage früherer oder eine Woche früher irgendwie in Hamburg ist. Da einfach mal zu gucken, was für Besonderheiten der ganze Umschlag da so mit sich bringt. Du fährst dann alle vier Terminals an, also an denen vorbei? Genau, wir fahren dann alle vier Terminals an. Also es ist natürlich auch im Grunde eine große Hafenrundfahrt, aber, auf der Norderelbe bis zur Strandperle, dann rüber, gucken uns an, wo zukünftig Eurogate größer wird, wo der Drehkreis erweitert wird. Aber gucken bei den Terminals viel genauer hin von wie sind eigentlich die Schiffe da festgemacht und was liegt da an den Terminals noch so rum, die Propeller, die man am Toller Ort so wunderbar immer sehen kann. Wir gucken, zum Altenwerder-Terminal, schauen wie da die Automatisierung weiter fortschreitet, wie dann eben zukünftig auch das Thema Einfluss hat, dass die Containerbrücken automatisiert werden, dass da dann zukünftig auch keine Menschen mehr oben drauf sitzen. Also alle so. Details, die mit dem Umschlag und mit der Zukunft Umschlag im Hamburger Hafen natürlich hier zu tun haben Ja, wie wunderbar und Altenwerder ist ja so oft bei den Hafenrundfahrten nicht enthalten. Deswegen ist das ja nun mal richtig so ein Schlenker, der noch mal den Container-Terminalbereich in Hamburg toll zeigen kann. Da freue ich mich ja jetzt schon drauf. Wie viele Termine gibt's da im Jahr? Da habe ich aktuell erstmal nur, ich glaube, fünf oder sechs Termine geplant, weil da natürlich auch immer die Konkurrenz mit den normalen Hafenrundfahrten da ist. Ich muss erst mal das Thema wieder bekannt machen, aber ich habe, ganz viele Wiederholungs, Gäste, die jedes Jahr bei mir sind und die dann immer wieder sagen, oh Mensch Maike, was machst du denn Neues im neuen Jahr? Und da habe ich jetzt gedacht, jetzt mache ich mal was nicht nur wo es regional in eine neue andere Ecke geht, sondern etwas, wo ich selber mich auch gerne mal in tiefer ein bisschen einfuchsen möchte und natürlich immer schon spannende Einblicke auch durch eigene Besuche und Kontakte und so was überall auf den Terminals bekommen habe, aber da. Auch das so aufzubereiten, dass man das ein bisschen vermitteln kann und die Leute da einen besseren Einblick kriegen, was bedeutet eigentlich der Umschlag im Hamburger Hafen. Was bedeutet der Containerumschlag fürn Hamburger Hafen? Ja, ganz anderes Thema noch mal bei den Touren. Die Billetour da war ich ja auch schon mal mit, Oh, die fand ich so schön. Wir hatten natürlich an dem Tag auch noch tolles Wetter. Wir hatten das Glück, dass die Sonne geschienen hat. Aber was mich besonders beeindruckt hat, war die Ecken, die man ja als Hamburger eher von der Straße her kennt und, als echtes Industriegebiet, wo man überhaupt nicht vermutet, dass es auf der Rückseite so idyllisch aussieht. Gibt's die denn in 26 auch noch? Die gibt's definitiv weiterhin. Das ist tatsächlich das zehn. Jahr nächstes Jahr, dass sich die Billetour fahre, Kanalidylle Bille, habe ich sie ja genannt. Am Anfang zweifelt man manchmal, wenn man da erstmal so durch den Tiefstackkanal dahin schippert, aber so die westliche Seite der Bille in Hamm-Süd,Hammerbrook, Rothenburgsort, das hat so schöne, grüne Kleingartenanlagen, Hausboote, wirklich ganz idyllische Ecken die man von der Straße, wenn man jetzt auf der. Eifestraße, Süderstraße, Wändenstraße unterwegs ist nicht vermuten würde, aber da lohnt es sich einfach, den Blickwinkel zu wechseln und aufs Wasser zu gehen und da ist dann immer mein Credo vom Wasser ist einfach der Blick anders und man kriegt richtig tolle Kleinode und Oasen in Hamburg zu sehen. Ich gebe den Leuten auch immer gern Tipps, wo man noch mal mit einem Stand-Up Paddelboard sich äh ins Wasser begeben kann oder bei Boot e.V. Oder am Osterbrookplatz äh kann man im Sommer ja inzwischen auch ein paar Boote mieten und das ist ja auch ein Stadtentwicklungsgebiet Strom aufwärts und an Elbe und Bille heißt es ja. Die Hafencity GMBH entwickelt da Flächen am Billebogen und äh am Billebecken und ja, da sind wir ganz nah dran und gucken uns an, was da so, auch in Zukunft weiterhin passiert, also auch die Billetour gibt's, ich glaube 12 bis 15 Mal nächstes Jahr. Der Link um zu all diesem wunderbaren Hafenturm zu gelangen, lautet Elbinsel minus Tour Punkt DE. Ist natürlich in den Shownotes zu finden. Machen beim G20-Gipfel. Das ist natürlich jetzt schon ein bisschen her, aber mich hat das so schwer beeindruckt, dass ich immer noch äh ja dass ich schon damals gedacht habe, wow wie toll. Da haben sie aber wirklich genau die richtige ausgesucht für diese Moderation. Magst du dann noch mal ein paar Worte drüber verlieren? Wie kam das und wen hattest du da ein Wort? Ja, das äh das war tatsächlich die wohl krasseste Tour, die ich je moderiert habe. Ich kriegte im Frühjahr 2000siebzehn einen Anruf aus dem Auswärtigen Amt. Und dann hieß es, Mensch Frau Brunk, wir haben gehört, äh Sie machen das ganz gut. Können Sie sich vorstellen am. Juli 2tausendsiebzehn eine Tour zu moderieren und da war erstmal wurde noch gar nicht drüber gesprochen, was es für eine Tour ist, sondern es wurde erst mal nur geguckt, passt der Termin und so und ich möchte glaube ich gar nicht wissen, was die im Hintergrund alles gecheckt haben äh über mein Leben oder ob ich das machen darf oder wie auch immer. Äh da, geht die Fantasie ja da manchmal auch mit einem durch und dann hieß es tatsächlich irgendwann, ja es ist die Tour für die Partner beim G20-Gipfel, also für die First Ladys ähm Professor Sauer, der Mann von Angela Merkel war Ausrichter beziehungsweise ja derjenige, der eingeladen hat, dem musste ich auch im Vorwege alle meine Texte schicken, die ich gedachte da auf der Tour preiszugeben. Wir haben ganz exakt ausgeguckt, wo geht die Reise lang? Wir sind im Grunde von der Elbphilharmonie und bis zum Dockland geschippert, mit einem Schlenker durch ein Vorhafen. Eigentlich nur eine relativ kleine Tour, aber eben ganz akribisch vorbereitet, weil natürlich, Aufgrund der äh Sicherheitslage, also es waren ja wirklich ganz schwierige Tage in Hamburg und wenn man zurückdenkt, ist das so so völlig surreal sich vorzustellen, wie das in den Tagen war. Habe auch drauf geguckt, dass niemand mitkriegt, dass ich diese Tour moderiere. Also ich bin da nicht im Vorwege rumgelaufen, habe gesagt, wisst ihr was, ich mache das und ich bin da mittendrin, sondern ich glaube, ich war auch noch nie in so einer Bedrohungslage und aber auch noch nie so gut beschützt wie auf dieser Tour. Und wir sind da mit einer Barkasse, von der Elbphilharmonie losgefahren morgens. Es war eine schräge Situation, weil man guckte rüber zum Fischmarkt und sah an der Elbchaussee, starke schwarze Rauchwolken aufsteigen. Da waren ja einige Autos angezündet worden und es war ein ganz heißer, schöner Sommertag eigentlich, aber mit einer ganz bedrückenden Stimmung in der Stadt. Ja und dann kam Professor Sauer und Mister May, das waren die beiden Herren äh damals, und dann eine ganze Reihe First Ladys. Frau Macron war damals gerade frisch First Lady in Frankreich geworden und als die an Bord kamen, die kamen mit leichter Verspätung. Da hat der Professor Sauer sie erstmal. Allen anderen natürlich vorgestellt und so und hat mir signalisiert, dass ich noch ein bisschen warten soll mit der Moderation und dann haben wir bald danach dann sind wir gestartet und eigentlich sollte ich zur Hafencity was erzählen, also ich habe Englisch moderiert ähm und einige. Ladys hatten dann noch so Flüster, Dolmetscherinnen dabei, die dann mein Englisch wieder in deren Muttersprache übersetzt haben und da sind wir an der Cap San Diego vorbeigefahren und dann in Vorhafen und dann eben zum, zum Restaurant und es war, so, dass sich alles verzögerte, weil Frau Macron wie gesagt dann auch einen Ticken zu spät kam und dann erst mal noch rumgeführt werden musste und dann konnte ich erst an der, Cap San Diego quasi anfangen zu moderieren, Und ich hatte aber eigentlich den Auftrag, auch was zur Hafencity zu sagen und zur Elfi und das war natürlich damit äh hinfällig, weil wenn man Sachen nicht mehr sieht, da war ich dann in so ein klein bisschen nervös und dachte, okay, da fange ich halt jetzt mitten an der Cap San Diego an. Ja und habe das dann irgendwie ganz gut, ganz gut hingekriegt, äh bis plötzlich in einem Moment äh das Mikro ausfiel und ich dachte, oh je, was ist jetzt denn los? Und dann bin ich zu dem Professor Sauer hin, und habe äh gesagt, Mensch wir haben hier leider einen kleinen Problem. Ich hatte das auch mit dem Schiffsführer nicht hinbekommen, dass wir das schnell wieder wieder regeln. Und dann hatte sich, das rausgestellt später ähm erst, dass der Sohn von Trudeau von dem kanadischen Präsidenten, dass der dreijährige Sohn, der mit an Bord war mit seiner Mutter Sophie Gregois. Der hatte beim Kapitänsbesuch äh irgendeinen Schalter gedrückt, den er nicht hätte drücken sollen und das hatten wir alle nicht mitbekommen, dass der den gedrückt hat, aber, Damit war leider die Technik so ein bisschen lahm gelegt und das konnten wir dann später wieder korrigieren, weil es war schon ein komisches Gefühl, als ich dann zwischendrin, Von Professor Sauer dann die Info kriegt, na ja dann gehen Sie einfach von Grüppchen zu Grüppchen und erzählen denen allen immer ein bisschen was und da ist dann doch schon die Hemmschwelle ein bisschen größer, als wenn man weiß, die Stimme kommt einfach aus dem Off, aus dem Lautsprecher irgendwie und jeder kann überlegen, ob er grad zuhören möchte oder nicht, weil die natürlich auch alle im Smalltalk irgendwie verbunden waren. Aber es war, War eine megaspannende Tour. Wir hatten BKA-Leute aufm Schiff, wir hatten SEK, das äh mit 2 bewaffneten Schlauch immer um uns rum ist. Wir hatten Hubschrauber über uns. Es waren äh Schafschützen auf den Dächern. Es waren vorher Taucher, die das Schiff angeguckt haben. Es waren Hunde morgens auf dem Schiff noch. Alles untersucht haben, ähm also es war wirklich eine ganz, Ganz komische Situation, aber megaspannend, das mal mitzuerleben, aber auch nicht so, dass ich sage, oh, hoffentlich haben wir das nächste Woche bald wieder, sondern mehr so ein äh Ohren, so eine Livetime vielleicht. Toll, das mal erlebt zu haben. Ich würde nicht ausschließen, dass ich wieder mache, aber ähm es war wirklich, wirklich spannend und ich bin dankbar, äh dass ich das mal erleben konnte und, natürlich dann jetzt auch die ein oder andere Anekdote auf meinen Touren zusätzlich habe, äh die man da so erzählen kann. Ja, großartig. Ich find's total toll, dass sie dich ausgesucht haben. Wunderbar. Gratuliere. Danke dir. Und ein Buch geschrieben. Also ist ja auch schon ein bisschen her. Das Buch: Meine große Freiheit Ich hab's gelesen innerhalb von drei Tagen glaube ich hatte ich's durch, weil ich's wirklich super geschrieben ist. Man kann's so weglesen. Ich habe die ganze Zeit mit dir mitgefiebert, also. Es geht ein bisschen darum, wie's anfängt, aber dann auch was für Fallstricke einem so begegnen können. Unglaublich. Ich fand's richtig gut. Magst du ein bisschen was über dein Buch erzählen? Ja, gerne. Vielen Dank. Das kam also eigentlich hätte ich nie gedacht, dass ich mal jemals ein Buch schreibe. Äh das war in der Corona-Zeit, als natürlich niemand in den Hafen kommen durfte und ich überlegt habe, wie bekomme ich jetzt die. Ja meine, also dass ich noch da bin, wie kriege ich das raus an die Gäste ähm und wie kann ich denen noch ein bisschen Informationen aus dem Hafen vermitteln? Ich hatte damals eine ganz gute Twitter-Community und die haben mir empfohlen, mach doch einen Podcast und dann habe ich tatsächlich meine Touren nicht als klassischen Podcast mit Gesprächen, sondern als Hörgeschichten meine Touren quasi online gestellt, dass man die nachhören konnte vom Sofa aus, dass der Hafen quasi auf das Sofa der Leute kamen und die Menschen nicht mehr vom Sofa aufstehen und in den Hafen fahren mussten, weil durfte man ja damals nicht. Und dann habe ich diesen Podcast Maike im Hafen genannt und kriegte irgendwann bei, Twitter eine Nachricht, hallo Maike im Hafen, hier ist Jennifer im Bungalow und Jennifer im Bungalow war praktischerweise Verlegerin und hat mir einen Buchvertrag angeboten, weil sie gesagt hat, Mensch, schnacken kannst du ja, kannst du eigentlich auch schreiben und da habe ich gedacht, weiß ich gar nicht, könnte ich mal probieren, Und sie wollte gerne, dass ich meine Geschichte aufschreibe, wie bin ich eigentlich im Hafen gelandet? Was passieren da so für schöne Sachen, was für Anekdoten, aber auch was für Fallstricke waren auf dem Weg? Wo bin ich äh auch mal gegen eine Wand gelaufen und äh ja, musste am Anfang eine Menge lernen und habe aber da, glaube ich, auf recht amüsante Art und Weise auch von den Fallstricken berichtet oder von den Kuriositäten, die einem so passieren. Aufm Weg in die Selbstständigkeit, in den Hafen, wo niemand auf mich gewartet hatte, was ich relativ schnell festgestellt habe, aber wo ich mich inzwischen ganz gut durchgeboxt habe und jetzt ja dann ja mit der nächsten Saison auch schon in mein 19. Jahr gehe. 19. Jahr, Wahnsinn. Also das den Link zum Buch, zur Buchbestellung natürlich auch in den Shownotes. Jetzt gibt's noch eine andere Seite von dir. Ich weiß, du engagierst dich auch ehrenamtlich. Und das finde ich echt irre, selbstständig sein, sich um alles selber kümmern und noch dazu sich ehrenamtlich engagieren. Wow Magst du ein bisschen erzählen, wofür du dich engagierst Ja, ich habe verschiedene Ämter in verschiedenen Freundeskreisen und so was und natürlich netzwerkmäßig im Hafen äh im, Freundeskreis maritimes Erbe in der Balinstadt und in anderen Freundeskreisen bin ich Mitglied, aber etwas, das mir sehr am Herzen liegt, ist das Thema berufliche Bildung von Jugendlichen und von Jugendlichen auch Auch die nicht so gute Startbedingungen haben oder sehr schwierige Herausforderungen haben und da engagiere ich mich jetzt seit äh ich glaube neun Jahre sind's jetzt schon bei den Joblingen Und Joblinge ist ein Projekt, das Jugendliche zwischen 18 und 25 unterstützt, die aus eigener Kraft keinen Ausbildungsplatz finden, die dann ein halbes Jahr in einem Projekt für ein Projekt sich bewerben können, dort Schulungen bekommen, dort Praktika vermittelt bekommen. Ähm da gibt's eine ganz enge Verzahnung auch mit der Wirtschaft und mit mit einigen Unternehmen, die das sehr unterstützen und jeder Jobling. Bekommt einen Mentor oder eine Mentorin an die Hand. Das heißt, ein halbes Jahr lang begleitet man diesen jungen Menschen, und versucht einfach, ein Ansprechpartner zu sein außerhalb des Gefüges, der festen Strukturen in diesem Schulungsprogramm. Also man trifft sich einmal die Woche und schnappt drüber, was war denn so und, vermittelt natürlich dem jungen Menschen auch, dass er er oder sie ernst genommen wird, dass man mit den Problemen irgendwie kommen kann, dass man nochmal vielleicht testen kann, wie eine, Eine Interview-Situation für einen Ausbildungsplatz oder für einen Praktikumsplatz sein kann, dass man so eine Gesprächssituation mal durchstellt oder ich hatte auch so einen Leute, die einfach gefragt haben mit Mensch, was ziehe ich denn an oder, Können wir noch mal irgendwie diese oder jene Situation vorher durchspielen oder kannst du mir einen Rat geben, wie war das bei dir, damit die sich natürlich auch nicht so alleine fühlen mit dem mit ihrer Aufregung und mit ihrer, teilweise auf Verzweiflung oder dieser schwierigen Situation, weil die haben alle besondere Hintergründe. Da geht's äh teilweise um Missbrauch, um Vernachlässigung, um. Schwierige ähm familiäre ähm Situation und da dann einfach, einen Ansprechpartner zu sein, das finde ich ganz bereichernd, weil ich natürlich selber dann auch, Aus meiner Komfort-Bubble mal rauskomme und auch sehe, wie Leben eben auch, aussehen können und ich nehme immer ganz viel für mich mit und freue mich immer, wenn ich da ein bisschen Mut machen kann und auch helfen kann und unterstützen kann. Jemanden mit auf den Weg zu bringen und dieses Projekt, Joblinge, da werden übrigens, immer wieder Mentorinnen und Mentoren gesucht. Also wer Lust hat, sich da mal mit zu beschäftigen, ich glaube Joblinge DE ist einfach die, Standard Internetadresse gibt's aber auch noch Hamburger Sektion dann, und man kann sich das einfach mal angucken und gut 80 Prozent ist, glaube ich, die Erfolgsquote, dass diese jungen Menschen dann wirklich auch in eine Ausbildung kommen und damit eine Chance, für ein selbstgestaltetes, weiteres Leben finden. Wie toll ist das denn? Das ist ja richtig schön. Also den Link packen wir natürlich auch in die Shownotes. Vielen Dank für diesen tollen Tipp und vielen Dank, dass du das machst. Das ist ja auch großartig. Wunderbar. Sehr gerne. Ah, fällt dir noch was ein, worüber wir noch sprechen sollen? Ich freue mich, dass wir beiden uns in letzter Zeit und in nächster Zeit wahrscheinlich auch mal wieder öfter sehen, weil ich jetzt ganz frisch bei den Vista Frauen dabei sein darf. Da bin ich das finde ich ein ganz großartiges Netzwerk. Dass ich auch versuche weiter zu verbreiten die Women International in Transportation Association habe ich's richtig vielleicht fehlte irgendwo was? Trading. Aber so ja genau. Also ein Frauennetzwerk rund um Schifffahrt und Transport und Logistik wie großartig ist das denn mit äh Möglichkeiten sich auszutauschen, sich zu vernetzen und auch Betriebe anzugucken. Wir waren neulich zusammen auf dem Terminal bei der BLG in Bremerhaven. Ich war die ganze Zeit nur völlig außer mir vor Begeisterung und habe alles aufgesogen und das finde ich toll, wenn man einfach auch, Ja, Gleichgesinnte Frauen im Hafen trifft und merkt, dass es viele Menschen gibt, die für dieses Thema brennen. Und ja, Dass man da einfach dann zusammenkommt und diese Liebe und dieses Interesse für den Hafen und für Schifffahrt dann auch. Auf gesellige Weise durchaus mal begehen kann und da, nett zusammenkommt. Ja, also ich fand den Ausflug nach Bremerhaven auch sensationell diese, Details aus so einem Ro/Ro-Terminel. Kann man ja auch in Hamburg nicht ganz so gut anschauen und schon gar nicht besichtigen und das war wirklich richtig toll. Wir waren sogar auf dem Schiff Um das noch mal so zu verdeutlichen, von unten bis oben alle Decks gesehen, wie die Autos da verladen werden und, Die Brücke angeguckt und wieder zurück. Also es war wirklich ein ganz, ganz toller ganz, ganz tolle Veranstaltung. Und ich find's auch super schön, dass du dabei bist und wir uns jetzt öfter sehen. Das ist großartig. Ja. Liebe Maike, vielen, vielen Dank für deine vielen Details über die neuen Touren in 2026, Auf die ich mich schon riesig freue und die anderen vielen interessanten Geschichten aus deinem Leben als Hafenschnackerin so nennst du dich ja auch selber, das ist jetzt nicht, despektierlich von mir gemeint, sondern Es ist ja dein, Alles klar, schönen Tag wünsche ich dir. Danke wünsche ich dir auch. Tschüss. Prima. Tschüss. Das waren Maike Brunk von der Elbinsel-Tour. Ich hoffe, du hattest genauso viel Spaß beim Zuhören wie ich beim Aufnehmen. Folgt mir gern auf Instagram, mein Kanal heißt Brittas.Hafen.Podcast. Dort erfährst du auch, wer als nächstes in meinem Podcast zu Gast ist. Und wenn du meinen Podcast früher hören möchtest, als alle anderen, nämlich einen Tag früher, als er überhaupt veröffentlicht wird, dann abonniere doch meinen Newsletter, Den Link findest du direkt unterm Podcast. Habe heute einen richtig schönen Tag Viele liebe Grüße, tschüss.

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